Rechtsextreme Straftaten im Westhavelland - 1990

 

 

 
 

18. / 19. und 20./21. Februar 1990, Rathenow

 
     
 

Schmierereien an Wohnheimen

 
     
 

Rathenow: *In den Nächten vom 18. zum 19. Februar und vom 20. zum 21. Februar schmierten jugendliche Täter an Wohnheime am Birkenweg, in denen  ausländische Bürger untergebracht sind, rassistische Losungen. Die Täter konnten bereits ermittelt werden.

 
     
 

Märkische Volksstimme, 24. Februar 1990

 
     
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3. Juli 1990, Rathenow

 
     
 

Brandstiftung

 
     
 

Rathenow: *Gegen unbekannte Täter, die am 3. Juli gegen 23.45 Uhr zwei Flaschen mit entflammter brennbarer Flüssigkeit auf den Balkon des Arbeiterwohnheimes der Rathenower Optischen Werke GmbH geworfen hatten, ermitteln derzeit Mitarbeiter des Kreiskriminalamtes. Der Brand konnte sofort von den Bewohnern des Wohnheimes gelöscht werden.

 
     
 

Märkische Volksstimme, 6. Juli 1990

 
     
 

Ergänzung: Am 7. Juli 1990 meldet die Märkische Volksstimme, das drei 18 Jährige als Tatverdächtige für die Brandstiftung ermittelt wurden. Als Motiv gaben sie Ausländerhass an.

 
     
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August 1990

 
     
 

Antisemitische Parole an Litfasssäule

 
     
 

In der Märkischen Volksstimme vom 29. August 1990 ist unter der Überschrift "Deutschland, Deutschland über alles?" ein Artikel des "NEUEN FORUM" abgedruckt, in der Stellung zu einem Vorfall im Stadtzentrum bezogen wurde. Unbekannte hatten an einer Litfasssäule einen Zettel angebracht, auf dem der Satz: "Wir brauchen wieder Judenöfen" geschrieben war.

 
     
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8. September 1990, Rathenow

 
     
 

Nazisymbole auf Wahlplakat

 
     
 

In der Märkischen Volksstimme vom 15. September 1990 ist unter der Überschrift "Sind wir ein lernfähiges Volk?" ist ein Foto (Aufnahme: 8. September 1990) von einem SPD - Wahlplakat abgebildet auf dem Unbekannte ein Hakenkreuz, die Parole "Sieg Heil" sowie "wählt DVU" gesprüht hatten.

 
     
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September 1990, Premnitz

 
     
 

Ausländer traktiert

 
     
 

In der Märkischen Volksstimme vom 15. September 1990 ist unter der Überschrift "Sind wir ein lernfähiges Volk?" ein ausländerfeindlichen Überfall in Premnitz erwähnt.  Eine Gruppe Jugendlicher, die von einer Disko aus der Retorte (Premnitz) kamen, traktierte ohne jeglichen Grund auf der Straße und später im Bus  einen Ausländer mit Backpfeifen und Knuffen

 
     
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26. November 1990, Rathenow

 
     
 

Wohnung gestürmt

 
     
 

Rathenow: *Am 26. November 1990 drangen mehrere (neonazistische) Skinheads gegen 20 Uhr gewaltsam in die Wohnung eines Pärchens in Rathenow ein. Zuvor hatten sie sich vermummt. Die Eindringlinge seien gewalttätig gegen die Wohnungsmieter vorgegangen, die dann ins Schlafzimmer geflüchtet waren. Ein Skinhead schlug dann mit einem Baseballschläger gegen die verschlossene Schlafzimmertür und beschädigte sie dabei erheblich.

 
     
 

Märkische Allgemeine Zeitung, 8. Februar 1992 ("Skinheads vor Gericht")

 
     
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8. Dezember 1990, Rathenow

 
     
 

Vietnamese überfallen

 
     
 

Rathenow: *Samstagabend gegen 20 Uhr wurde ein vietnamesischer Bürger  auf der Fußgängerbrücke am Rathenower Hauptbahnhof von einer Gruppe Jugendlicher überfallen. Die 17 bis 18 jährigen forderten Zigaretten, schlugen und traten ihn mit Füßen.

 
     
 

Märkische Allgemeine Zeitung, 11. Dezember 1990

 
     
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  15. Dezember 1990, Rathenow  
     
  Vier Sowjetbürger angegriffen  
     
  Rathenow: *Eine Gruppe von 20 (neonazistischen) Skinheads bedrohten am Abend des 15. Dezember 1990 gegen 21 Uhr vier sowjetische Bürger, zwei Männer, eine Frau mit Kleinkind, an der Ecke Wilhelm Pieck Straße (heute: Berliner Straße) / Friedrich Engels Straße erheblich. Aus der Gruppe seien die Bedrohten mit einer Gaspistole beschossen worden. Als diese dann in eine Telefonzelle flüchteten, schlug ein Skinhead mit einem Baseballschläger auf die Verglasung der Telecomeinrichtung ein, die daraufhin zertrümmerte.  
     
 

Märkische Allgemeine Zeitung, 8. Februar 1992 ("Skinheads vor Gericht")

 
     

 

 

 

 

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