Rechtsextreme Straftaten im Westhavelland - 1991

 

 

 
 

25. Januar 1991, Premnitz

 
     
 

Angriff auf Jugendclub

 
     
 

Premnitz: *In der Nacht des 25. Januar 1991 gegen 0 Uhr versuchten mehrere (neonazistische) Skinheads aus Rathenow gewaltsam in den Jugendclub Premnitz einzudringen. Zu diesem Zweck hatte sich die Gruppe formiert, und unter "Sturm" - Gebrüll versucht gegen die Eingangstür vorzugehen. Dabei wurden mehrere Fensterscheiben des Clubs eingeschlagen.

 
     
 

Märkische Allgemeine Zeitung, 8. Februar 1992 ("Skinheads vor Gericht")

 
     
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27. Januar 1991, Premnitz

 
     
 

Brutal zusammengeschlagen

 
     
 

Premnitz: *In der Nacht des 27. Januar 1991 gegen 1.30 Uhr ging ein Gruppe von ungefähr 15 (neonazistische) Skinheads aus Rathenow auf dem Parkplatz der Kaufhalle Zentrum in Premnitz gewaltsam gegen zwei Ehepaare vor. Dabei seien zwei Männer erheblich zusammengeschlagen worden. Einer der Geschädigten erlitt einen Nasenbeinbruch und weitere Kopfverletzungen.

 
     
 

Märkische Allgemeine Zeitung, 8. Februar 1992 ("Skinheads vor Gericht")

 
     
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  29. März 1991, Rathenow  
     
  In Gaststätte randaliert  
     
  Rathenow: *Nach einem Streit mit der Wirtin der Gaststätte "Birkenweg" in Rathenow hatten mindestens zwei (neonazistische) Skinheads am 29. März 1991 in erheblichem Umfang das Inventar der Gaststätte zerstört. So wurden unter anderem Biergläser, Blumenvasen zerschlagen und die Fenster mit Bierflaschen zertrümmert. Nach ihrem "Auftritt" hätten sie den Wirt bedroht und geäußert, dass dies erst der Anfang wäre.  
     
 

Märkische Allgemeine Zeitung, 8. Februar 1992 ("Skinheads vor Gericht")

 
     
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  11. / 12. April 1991, Rathenow  
     
  Schaufenster eines sowjetischen Geschäftes demoliert  
     
  Rathenow: *In der Nacht vom 11. zum 12. April ist durch unbekannte Personen das Schaufenster eines sowjetischen Geschäftes in Rathenow - Nord eingeschlagen worden.  
     
  Märkische Allgemeine Zeitung, 16. April 1991 ("Skinheads verunsichern Rathenow")  
     
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  12. April 1991, Rathenow  
     
  Angriff im Wartesaal  
     
  Rathenow: *Gegen 20.30 Uhr - die Mitropa - Gaststätte hatte bereits geschlossen - stürmten wiedereinmal (neonazistische) Skinheads den Wartesaal des Hauptbahnhofs Rathenow. Nach einem Augenzeugenbericht waren sie offensichtlich auf eine Schlägerei aus, hatten einen Mann mittleren Jahrgangs, gefunden.

Nach kurzem Handgemenge war die Glasscheibe zerschlagen. Eine Blutlache breitete sich im Eingangsraum aus. Mit Notsignal wurde ein blutüberströmter Bürger ins Krankenhaus gefahren. Die vier Glatzköpfe, einer davon leicht verletzt, fuhren mit ihrem Wagen, einem Opel Manta, ebenfalls zur Notstation, um sich behandeln zu lassen.

Dort wurden sie von der Polizei festgenommen. Nach Aufnahme der Personalien sind sie jedoch wieder auf freiem Fuß. Gegen 23.15 Uhr bestiegen die vier am Rathenower Hauptbahnhof ein Taxi.

 
     
  Märkische Allgemeine Zeitung, 16. April 1991 ("Skinheads verunsichern Rathenow")  
     
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  13. April 1991, Rathenow  
     
  Sowjetbürger überfahren  
     
  Rathenow: *Am 13. April 1991 wurde gegen 2 Uhr nachts Oberleutnant A. Rustanow bei der Erfüllung der Aufgaben der Militärstreife von einem deutschen Auto überfahren worden. Seine Frau ist Witwe geworden und zwei Kinder sind jetzt ohne Vater.

Der flüchtige, unter Alkoholeinfluss stehende Fahrer wurde in der gleichen Nacht von der Polizei gestellt, vorläufig festgenommen und in Absprache mit dem Staatsanwalt wieder nach Hause entlassen.

 
     
  Märkische Allgemeine Zeitung, 16. April 1991 ("Skinheads verunsichern Rathenow")  
     
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  31. Oktober 1991, Rathenow  
     
  Ausländer bedrängt  
     
  Rathenow: *Am Nachmittag des letzten Oktobertages 1991 bat ein ausländischer Bürger telefonisch aus einem Cafe´ in der Stadtmitte Rathenow die Polizei um Hilfe. Er sei von Jugendlichen (neonazistische Skinheads) bedrängt und geschlagen worden. Als ein Streifenwagen am Ort eintrifft, hat die Gruppe bereits das Restaurant verlassen. Zusammen mit dem Geschlagenen, fahren die Polizisten auf der Berliner Straße in westlicher Richtung. Etwa in Höhe der Obst - und Gemüseverkaufsstelle (Berliner Straße 7) erkannte der türkische Bürger einen Jugendliche der zur Gruppe gehörte, von der er misshandelt wurde. Als nunmehr die Ordenshüter ihrer Pflicht nachkommen wollen, um die Personalien des Verdächtigen festzustellen, werden sie aus der Gruppe angepöbelt, mit Bier begossen. Nachdem weitere Streifenwagen eingetroffen waren, kam es zu einer Auseinandersetzung. Hierbei erhielt ein Polizist von einem Jugendlichen einen Schlag ins Gesicht.  
     
  Märkische Allgemeine Zeitung, 24. November 1992 ("Nicht alle Straftaten konnten bewiesen werden")  
     
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  9. November 1991, Mögelin  
     
  Ruhestörung  
     
  Mögelin: *Am Samstag, dem 9. November 1991, kam es in den Nachmittagsstunden zu einem Vorkommnis am Ausländerwohnheim. 10 Jugendliche versuchten, das Tor zu öffnen und sich Einlass in das Gelände zu verschaffen. Die durch das Sicherheitspersonal alarmierte Polizei war kurze Zeit später am Einsatzort und stellte die Personalien der Jugendlichen fest. Es wurde Anzeige gegen die Ruhestörer erstattet. Um ähnliche Vorfälle zu unterbinden, führen die Angehörigen der Polizei Kontrollen durch.  
     
  Märkische Allgemeine Zeitung, 15. November 1991  
     

 

 

 

 

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