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1. Januar 1992, Rathenow |
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Ausschreitungen
in der Silvesternacht |
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Rathenow: *Die
Silvesternacht dieses Jahres ist aus polizeilicher Sicht ganz von den
Ereignissen rund um die Rathenower Hauptkreuzung bestimmt. Nach ersten
Schätzungen der Schutzpolizei versammelten sich bis gegen 0 Uhr 200 bis
300 Jugendliche und junge Erwachsene auf der Kreuzung der Bundesstraßen
102 und 188.
Durch ihr Verhalten blockierten sie zeitweise den Verkehr. Kurz nach
Mitternacht kam es dann unter Beteiligung von mehreren (neonazistischen)
Skinheads zu gewalttätigen Ausschreitungen. Im Stadtzentrum, überwiegend
in der Wilhelm Pieck Straße (Berliner Straße), wurden die
Schaufensterscheiben von 8 Geschäften zerschlagen. Mehrfach wurden
Auslagen zerstört oder entwendet.
Am Uhrengeschäft in der Wilhelm Pieck
Straße wurden gegen 0.50 Uhr ein Achtzehn - und ein Neunzehnjähriger auf
frischer Tat gestellt. Bei den Tätern, die zur Rathenower Skinheadszene
zu rechnen sind, wurde Diebesgut sichergestellt. Beide wurden
festgenommen. Nur wenig später, noch während der Feststellung der
Personalien auf der Polizeiwache in Rathenow, erschien etwa ein Dutzend
Skinheads vor dem Gebäude und forderte die Herausgabe der Zugeführten.
Um eine weitere Eskalation zu vermeiden,
wurden die beiden Täter gegen 1.15 Uhr entlassen. |
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Märkische Allgemeine
Zeitung,
2. Januar 1992 |
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11. Januar 1992 |
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Anschlag |
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Rathenow: *Wie die Märkische
Allgemeine Zeitung vom 14. Januar 1992 berichtet wurde am Samstag, dem
11. Januar 1992, gegen 23.40 Uhr ein Anschlag auf das sowjetische
Frauenhaus in der Bammer Landstraße verübt. |
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Märkische Allgemeine Zeitung, 14. Januar
1992 |
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Februar 1992 |
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Nach der Disko geschlagen |
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Im Februar 1992, in der späten
Abendstunde, war ein (neonazistischer) Skinhead in angetrunkenen Zustand
nach einer Diskoveranstaltung in einer Gemeinde des (Alt)Kreises
(Rathenow) an einen Jugendlichen herangetreten. Fordernd wollte er von
ihm Zigaretten haben.
Als dieser dieses Ansinnen ablehnte, schlug ihn der Skin mehrmals mit
Fäusten ins Gesicht. Der geschlagene rannte eilig davon. |
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Märkische Allgemeine Zeitung,
"Gerichtsreport" vom 28.
September 1993 ("Wenn der Wille zum Nachdenken fehlt") |
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18. Februar 1992 |
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Diebstahl im Erotik - Shop |
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Rathenow:
*Zu einem Ladendiebstahl kam es am Dienstag, dem 18.
Februar gegen 15.45 Uhr im Erotikshop in der Dr. Otto Nuschke Straße
(Mittelstraße). Etwa 10 (neonazistische) Skins, die das Geschäft
betraten, entwendeten eine größere Anzahl von Porno - und
Erotikartikeln. |
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Märkische Allgemeine Zeitung, 20. Februar
1992 |
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29. Februar 1992 |
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Randale am Wochenende |
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Rathenow: * Zu größeren
Ausschreitungen kam es in Rathenow am vergangenen Wochenende in der
Nacht vom Freitag zum Sonnabend.
Etwa acht (neonazistische) Skinheads zogen gegen 20 Uhr nach einem
Gaststättenbesuch in der Goethestraße, wo man zunächst "nur" die Zeche
geprellt hatte, randalierend durch die Stadt. Schaufensterscheiben
wurden in der Goethestraße eingeschlagen, Gehwegplatten entfernt und
zerstört, mit Bruchstücken Fensterscheiben eingeworfen und Container
umgekippt. Ein beherzter und mutiger Bürger, der gegen die Randalierer
einschreiten wollte, wurde verprügelt. In der Jederitzer Straße wurde
eine Baustelleneinrichtung zerstört und ein Trabant umgekippt. Die
Schaufensterscheibe der Havelia - Verkaufsstelle an der Kreuzung Wilhelm
Pieck Straße (Berliner Straße) / Brandenburger Straße wurde
eingeschlagen, Spirituosen entwendet. Letzte Station der öffentlichen
Randale war dann der Verkaufskiosk der Havelia - Backwaren GmbH in der
Schleusenstraße, wo gegen 1.35 Uhr eingebrochen und frische Backware
gestohlen wurde.
Hier wurden die Skins von der Polizei
gestellt und in Gewahrsam genommen. Doch weiter ging die Gewalt auf der
Polizeiwache. Während der Aufnahme der Personalien bis zur Einlieferung
in die Gewahrsamszelle demolierten zwei Skins die Polizeiwache, so dass
die Funktionsfähigkeit des Anzeigenaufnahmezimmers für etwa fünf Stunden
nicht gewährleistet war. Schränke und Stühle wurden beschädigt sowie die
Verkleidung der Anzeigenbarriere. Bei der Einlieferung in die
Gewahrsamsräume wurden dann auch noch die Türrahmen und Gitterstäbe von
drei Zellen so stark beschädigt, dass diese nicht mehr verschließbar
sind.
Noch in der gleichen Nacht wurden die
inhaftierten Skins von der Polizei wieder freigelassen. |
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Märkische Allgemeine Zeitung, 3. März 1992 |
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März 1992 |
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In Schwimmhalle attackiert |
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Rathenow: * Ein 15 Jähriger Schüler
betrat an einem Märzabend 1992 die Schwimmhalle in Rathenow - Ost. Er
trug einen Anorak, an dessen Arm ein Abzeichen mit der Aufschrift "Gegen
Nazis" angebracht war. Somit bekundete er freimütig und anschaulich eine
politische Haltung. Und genau diese stand ganz offensichtlich im
Gegensatz zu der Einstellung, zu der sich (neonazistische) Skinheads
zugehörig fühlen. So nehmen denn zwei Jugendliche, die sich zur rechten
Szene zurechnen, Anlass, den Träger des antinazistischen Ärmelzeichens
aufzufordern, dieses zu entfernen. Dieser ließ sich von der Drohung
nicht einschüchtern. Die nun folgende Handlung ist geradezu typisch für
ein Vorgehen von Skinheads gegen Andersdenkende. Ihnen ist bewusst, dass
sie zu zweit dem anderen körperlich überlegen sind. Nun schlägt der eine
mit der Faust den vermeintlichen Gegner ins Gesicht, während der zweite
gezielt eine Gaspistole in einem Abstand von 30 cm auf das Gesicht des
Opfers richtet. Hier war es ein
glücklicher Zufall, der eine mögliche schwere Körperverletzung
verhinderte, dass gerade zu diesem Zeitpunkt der Bademeister den
Umkleideraum betrat. So ließen die Angreifer von ihrem Opfer ab, und
verschwanden. |
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Märkische Allgemeine Zeitung,
Gerichtsreport vom 15. April
1993 ("16 - und 17 Jähriger auf der Anklagebank") |
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März 1992 |
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Aufgelauert und zusammengeschlagen |
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Rathenow: *An einem Märztag 1992
fuhren vier (neonazistische) Skinheads aus Premnitz in einem Pkw von
Premnitz nach Steckelsdorf - Ausbau. Hier stellten sie am Horstweg das
Auto quer zur Fahrbahn. Damit zwangen sie, vorbeikommende Radfahrer
abzusteigen. Sie lauerten auf den 22 jährigen H. Dieser hatte sich vor
kurzer Zeit mit einem der jugendlichen Skins gestritten.
Deswegen wollten ihn nun gleich Vier verprügeln.
Als Schlagwerkzeuge hatten sie Baseballschläger und Holzknüppel
mitgebracht. Als nun ihr Opfer zusammen mit einem anderen Jugendlichen
zur Stelle kam, wo sich das haltende Auto mit den angriffsbereiten
Jugendlichen befand, stürzten diese aus dem Fahrzeug, um nun, körperlich
weit überlegen, mit ihren Schlägern auf die Überfallenen einzuschlagen.
Während ein 16 Jähriger fliehen konnte, wurde der 22 jährige H.
zusammengeschlagen. Als dieser hilflos auf der Erde lag, stiegen die
Angreifer wieder in der Pkw ein, fuhren davon, ohne sich um ihr Opfer zu
kümmern. Es war durch Schläge so zugerichtet worden, dass es über zwei
Wochen arbeitsunfähig war. Beinahe verwunderlich, dass beim Geschlagenen
keine bleibenden Schäden verursacht wurden. |
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Märkische Allgemeine Zeitung, 10. Dezember
1993 ("Neigung zur Gewalt, aber keine Gewalttäter?") |
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9. März 1992 |
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Feiger Überfall von Skinheads |
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Rathenow: *Am Montag, dem 9. März,
gingen vier Schüler der 6. Klasse die Schleusenstraße hinauf. Es war
kurz nach 17 Uhr. Plötzlich wurden zwei der zwölfjährigen von zwei etwa
16 Jährigen Jungen angegriffen, zu Boden geschleudert, mit Füßen
getreten, an den Haaren gezogen und wieder zu Boden geschleudert. "Seid
ihr rechts oder links?", wollten die beiden (neonazistischen) Skinheads
wissen. |
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Märkische Allgemeine Zeitung, 20. März
1992 ("Ein feiger Überfall von Skinheads") |
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27. März 1992 |
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Mopedfahrer genötigt |
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Rathenow: *Am 27. März 1992 fuhr
ein (neonazistischer) Skinhead mit seinem Pkw auf der Milower Straße
direkt auf den Bürger Sch. zu. Dieser fuhr mit dem Moped auf der anderen
Seite der Straße. Durch das Verhalten des Pkw - Fahrers sei Sch.
genötigt worden stark zu bremsen und auf den Bürgersteig zu springen. |
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Märkische Allgemeine Zeitung, 3. Februar
1993 ("Einmal Freiheitsstrafe - sechsmal Freispruch") |
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28. März 1992 |
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Versuchter Discosturm |
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Wusterwitz (Landkreis Potsdam -
Mittelmark): *Am Sonnabend, 28. März , sammeln sich gegen 20.30 Uhr die
ersten Gäste im Saal von "Karstens Disco". Am nahegelegenen Bahnhof
rotten sich unterdessen (neonazistische) Rathenower Skinheads zusammen.
Als ihnen der Zutritt verwehrt wird,
wollen sie das Haus stürmen. Der Angriff misslingt. Aus Frust darüber,
schlagen sie die Türscheiben ein und demolieren die Leuchtreklame,
"beschlagnahmen" aus der Garderobe Kleidungsstücke.
Die bald darauf eintreffende Polizei
verhinderte diesmal Schlimmeres. Kurz vor Ankunft der Streifenwagen,
flüchteten die Randalierer in bereitstehenden Autos. "Wir kommen
wieder", schrie eine Glatze wutentbrannt. |
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Preußenspiegel, 12. April 1992 ("Und nach
uns die Sintflut") |
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29. März 1992 |
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Körperverletzung durch Skins |
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Rathenow: *Zu einer gefährlichen
Körperverletzung kam es am 29. März gegen 19.30 Uhr, als etwa 10
(neonazistische) Skins auf dem Märkischen Platz grundlos auf einen 15
jährigen Jugendlichen einschlugen. In der Werner Seelenbinder Straße
wurde zur gleichen Zeit ein 16 Jähriges Mädchen durch Skins verletzt.
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Märkische Allgemeine Zeitung, 31. März
1992 |
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3. April 1992 |
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17 Jährige angegriffen |
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Rathenow: *Die 17 Jährige B. wurde
am Abend des 3. April 1992 von einer Gruppe von (neonazistischen)
Skinheads angegriffen. Diese schlugen mit Baseballschlägern auf ihr
Opfer ein. Es erlitt Blutergüsse und weitere Verletzungen. |
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Märkische Allgemeine Zeitung, 3. Februar
1993 ("Einmal Freiheitsstrafe - sechsmal Freispruch") |
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6. / 7. April 1992 |
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Gewalttaten gegen Antifa |
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Rathenow: *Nach Angaben mehrerer
Jugendlicher aus der Szene der Rathenower Antifa waren sie in der Nacht
vom Montag zum Dienstag mehrfach Opfer gewalttätiger Ausschreitungen
(neonazistischer) Skinheads. Nach ihren Aussagen wurde unter anderem ein
Pkw mit einer Pistole beschossen und ein anderer Pkw mit einem
Baseballschläger stark beschädigt. Sie berichteten auch, daß Skinheads
mit Gewalt in eine Wohnung eingedrungen seien und dort Angehörige der
Antifa - Szene bedroht und angegriffen hätten. Es wurden mehrere
Anzeigen erstattet. |
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Märkische Allgemeine Zeitung, 8. April
1992 |
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8. April 1992 |
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Parkendes Auto demoliert |
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Rathenow: *Gegen Mitternacht des 8.
April wurden die Scheiben des parkenden Fahrzeuges der Bürgerin F. in
der Schopenhauerstraße durch (neonazistische) Skinheads zertrümmert.
Schaden ca. 1000 DM. |
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Märkische Allgemeine Zeitung, 3. Februar
1993 ("Einmal Freiheitsstrafe - sechsmal Freispruch") |
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27. April 1992 |
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Randale und Gewalttaten durch Skins |
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Rathenow: * Zu neuen Randalen und
Gewalttaten einer Gruppe von (neonazistischen) Skins kam es am Montag
gegen 20 Uhr. Ein psychisch kranker Gast, der in Timms Cafe´ Anstoß an
dem provokatorischen Auftreten dieser Jugendlichen nahm, vor ihnen
ausspuckte und dann die Flucht ergreifen wollte, wurde
zusammengeschlagen und mit Stiefeltritten schwer verletzt. Körperliche
Gewalt musste die herbeigerufene Polizei gegenüber den Skins anwenden,
da sich diese den Anordnungen der Polizeibeamten widersetzten. Dabei
wurde ein Skinhead verletzt. Der schwer verletzte Bürger wurde ins
Krankenhaus eingeliefert. |
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Märkische Allgemeine Zeitung, 30.
April 1992 |
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Mai 1992 |
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Asylbewerber attackiert |
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Rathenow: *An einem Maiabend gegen
20 Uhr wollte ein afrikanischer Asylbewerber aus der öffentlichen
Fernsprecheinrichtung Puschkinstraße / Körgraben telefonieren. Aus Sorge
vor Angriffen und Pöbeleien hatten ihn zwei Landsleute dahin begleitet.
Zu dieser Zeit stand auf der gegenüberliegenden Straßenseite am
Imbissstand recht tatenlos eine Gruppe von ca. 20 (neonazistischen)
Skins. Als sie die Männer schwarzer Hautfarbe wahrnahmen, bedeutete für
sie das ein Signal zum Angriff. Aus ihrem Haufen stürmten drei bis vier
Jugendliche auf die Telecom - Einrichtung zu. Als sie diese erreichten,
schlugen sie völlig grundlos auf die erschrockenen Afrikaner ein. Zuerst
versuchten diese, sich Mann gegen Mann zu wehren. Aber es kamen weitere
Skins hinzu, um die eindeutig körperlich Unterlegenden einzuschlagen. In
dieser Situation flüchteten diese. Aber die Schläger gaben nicht auf,
rannten hinterher und warfen letztendlich Pflastersteine nach den
Flüchtenden. Einer wurde getroffen. Er erlitt Prellungen am Brustkorb
und Gesichtsverletzungen. Ein Einwohner hatte die Auseinandersetzung
beobachtet und die Polizei verständigt. Schon nach wenigen Minuten traf
sie am Tatort ein. Nun flüchteten die Skins, um sich einer
Identitätsfeststellung zu entziehen. |
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Märkische Allgemeine Zeitung, 31. August
1993 ("...doch die Angst ist geblieben") |
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8. Mai 1992 |
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Angriff auf Antifademonstration |
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Rathenow: *Zu Angriffen auf eine
Antifaschistischen Demonstration, anlässlich des Jahrestages der
Befreiung vom Nationalsozialismus, kam es am 8.Mai 1992 in Rathenow.
Ungefähr 30 neonazistische Skinheads attackierten den Demonstrationszug
am Märkischen Platz mit Flaschen und Steinen. Des weiteren skandierten
sie "Rot Front Verrecke" und "Ausländer raus".
Im Anschluss folgten die Skins der
Antifademonstration bis zum ODF - Denkmal am Platz der Freiheit und
versuchten dort einen niedergelegten Kranz zu entwenden. Ein Skinhead
wurde dabei von Polizisten verhaftet. |
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Märkische Allgemeine Zeitung, 11., 12. und
26. Mai 1992,
Videoaufnahmen |
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17. Mai 1992 |
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Körperverletzung |
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Mögelin: *Mit einer
lebensgefährlichen Körperverletzung, einer 7 cm langen Stichwunde im
Brustbereich, wurden am 17. Mai gegen 22 Uhr ein afrikanischer
Asylbewerber aus dem Heim Mögelin, ein weiterer mit Stichwunden am
Oberschenkel, in der Rettungsstelle Rathenow eingeliefert. Die beiden
Afrikaner wurden im Personenzug auf der Strecke zwischen Berlin und
Brandenburg von (neonazistischen) Skinheads überfallen und angegriffen.
Die weitere Bearbeitung dieser Straftat erfolgt durch den
Bundesgrenzschutz. |
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Märkische Allgemeine Zeitung, 19. Mai 1992 |
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26. Mai 1992 |
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Kesselwärter angegriffen |
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Rathenow: *Am 26. Mai 1992 fuhr ein
25 jähriger Kesselwärter gegen 18.00 Uhr mit seinem Fahrrad nach
Hause. Noch im Wald, kurz vor der Bammer Landstraße, wurde er von sechs
bis sieben (neonazistischen) Skinheads angegriffen, vom Fahrrad gerissen
und dann mit Fäusten und Baseballschläger geschlagen. Als er schon am
Boden lag, wurde er solange mit Fußtritten traktiert, bis er das
Bewusstsein verlor. Die Täter ließen ihn daraufhin im Wald liegen. Das
Opfer dieses Überfalls erlitt Verletzungen des Oberkörpers und im
Gesicht. |
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Märkische Allgemeine Zeitung, 30. Juli
1993 ("Stolz, ein Deutscher zu sein?") |
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28. Mai 1992 |
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Großschlägerei mit Skins |
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Steckelsdorf: *Zu einer
Großschlägerei kam es am 28. Mai gegen 22 Uhr zwischen einer Gruppe
(neonazistischer) Skins und etwa 20 Einwohnern der Gemeinde Steckelsdorf.
Zwei Funkstreifenwagen und ein weiteres Polizeifahrzeug mit drei
Hundeführern mussten eingesetzt werden, um die öffentliche Ordnung und
Ruhe der Gemeinde Steckelsdorf wieder herzustellen. Ein Skinhead wurde
der Polizeiwache zugeführt. |
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Märkische Allgemeine Zeitung, 30. Mai 1992 |
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26. Juli 1992 |
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Erneut 17 Jährige angegriffen |
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Rathenow: *Eine 17 Jährige, die bereits im
April gecshlagen wurde, wurde am Abend des 26. Juli 1992 wiederum von
(neonazistischen) Skinheads in der Hermann Löns Straße mit einem
Baseballschläger angegriffen. Auch ihr Begleiter wurdw von den Skins
attackiert. |
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Märkische Allgemeine Zeitung, 3. Februar
1993 ("Einmal Freiheitsstrafe - sechsmal Freispruch") |
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1. August 1992 |
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Drei Pkws beschädigt |
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Rathenow: *Drei auf dem Parkplatz
in der Fehrbelliner Straße abgestellte Pkws wurden am 1. August gegen 23
Uhr von einer Gruppe Jugendlicher mit kahlgeschorenen Köpfen stark
beschädigt. An den Fahrzeugen entstand Sachschaden in Höhe von etwa
3.500 Mark. |
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Märkische Allgemeine Zeitung, 4. August
1992 |
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August 1992 |
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Angriff auf Pflegesohn |
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Brandenburg/Havel: *Eine 62 Jährige
Frau aus Brandenburg ging mit ihren Pflegesohn in Brandenburg, Nähe
Puschkinplatz, auf dem Bürgersteig entlang. Ihnen kam eine Gruppe
(neonazistischer) Skinheads aus Rathenow entgegen die zur Disco wollten.
Als einer der Rathenower Skins den Pflegesohn schwarzer Hautfarbe sah,
trennte er die beiden gewaltsam mit den Fäusten und versuchte, seine
Zigarette in das Gesicht des schwarzen, jungen Mannes zu drücken. Als
dieser weglaufen wollte stellte ihm der Skin ein Bein, so dass er hart
auf das Straßenpflaster aufschlug. Als die Mutter dem Skin zureof,
"Warum tun Sie das?", schrie er sie an: "Halt´s Maul!" |
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Märkische Allgemeine Zeitung, 30. Juli
1993 ("Stolz, ein Deutscher zu sein?") |
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9. August 1992 |
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Brandflasche geworfen |
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Rathenow: *Am vergangenen Sonntag
wurde um 0.12 Uhr von einem unbekannten Täter eine Brandflasche in die
parkenden Pkws der Asylbewerber vom Birkenwegobjekt geworfen. Noch bevor
die Fahrzeuge vom Feuer erfasst werden konnten, wurde es von einem
Asylbewerber gelöscht. |
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Märkische Allgemeine Zeitung, 11. August
1992 |
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14. August 1992 |
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Grabschändung |
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Rathenow: *Am 14. August wurden auf
dem Ehrenfriedhof in der Ferdinand Lassalle Straße von unbekannten
Jugendlichen 11 Grabsteine umgeworfen. |
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Märkische Allgemeine Zeitung, 18. August
1992 |
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September 1992 |
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Jugoslawen angegriffen |
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Berlin: *Laut Information der
Berliner Zeitung vom 26. September 1992 bedrohten drei (neonazistische)
Skinheads aus Rathenow vor einem Ausländerheim in Berlin - Treptow vier
Jugoslawen. |
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Berliner Zeitung, 26. September 1992 |
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September 1992 |
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Bauarbeiter angegriffen |
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Rathenow: *In einer Septembernacht
1992 wurden gegen 3 Uhr in der Früh vor dem Hotel "Fürstenhof" zwei
Bauarbeiter aus einer Gruppe heraus von (neonazistischen) Skins grundlos
angegriffen. Dies geschah, kurz nach dem die Männer eine in der Nähe
liegende Bar verlassen hatten. Die Skins hätten versucht, einen der
Angegriffenen auf einen Fahrradständer vor dem Hotel zu werfen. Als
dieser sich dagegen wehrte und dabei noch von einem anderen
Arbeitskollegen unterstützt wurde, erhielten sie Schläge ins Gesicht und
wurden mit Tränengas besprüht. Der 25 Jährige R. wurde dann von einem
Angreifer mit einem Messer in die rechte Rückenseite gestochen. Der
Stich verfehlte nur knapp eine Niere und den Darm des Opfers. Es erlitt
außerdem Platzwunden und Prellungen im Gesicht und verlor drei Zähne.
Nach dem Überfall wurde er sofort ins Krankenhaus gebracht, wo er einige
Wochen medizinisch versorgt werden musste. Zu seinem Glück hatte der
Messerstich keine bleibenden Schäden hinterlassen. Das Opfer war vier
Wochen arbeitsunfähig. |
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Märkische Allgemeine Zeitung, 7. Oktober
1993 ("Nächtlicher Messerstecher") |
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17. Oktober 1992 |
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Mit Stahlkappenstiefeln Gesicht
zerstört |
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Rathenow: *Aus einer Gruppe von
(neonazistischen) Skinheads wurde der 22 Jährige Mike Enge angegriffen,
mit Fäusten geschlagen und zu Boden gestoßen. Dann trat Naziskin Andreas
Bigalke dem Opfer mehrmals mit seinen Stahlkappenstiefeln ins Gesicht.
Enge erlitt dabei eine Fraktur des Nasenbeines, der Schulterknochen und
weitere Gesichtsverletzungen. Mehrere Wochen wurde er daraufhin
stationär im Krankenhaus behandelt. Es ist bereits medizinisch
gesichert, dass Enge aufgrund dieser Misshandlung für immer seinen
Geruchssinn eingebüsst hat. |
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Märkische Allgemeine Zeitung, 30. Juli
1993 ("Stolz, ein Deutscher zu sein?") |
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Bemerkung: Mike Enge nahm sich am 17.
April 2001 das Leben,
da er den Angriff niemals psychisch verarbeiten konnten. Der Mensch der
sein Leben zerstörte wird heute inzwischen als "Punk" in Brandenburg/Havel
akzeptiert. In Rathenow ist er nach wie vor unerwünscht. |
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24. Oktober 1992 |
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Wohnhaus angegriffen |
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Rathenow: *Am 24. Oktober 1992
griffen mehrere neonazistische Skinheads ein Wohnhaus in der Friedrich
Engels Straße mit Molotowcocktails und Pyrotechnik an. |
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Autonome Antifa Rathenow, 30. Oktober 1992 |
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Anfang November 1992 |
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Jugendlichen verprügelt und dann
geflüchtet |
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Brandenburg/Havel: *Wie der
Preußenspiegel am 8. November 1992 berichtet verprügelten fünf
(neonazistische) Skins einen Jugendlichen. Sie flüchteten in einem
sandfarbenen Jeep mit Rathenower Kennzeichen. Ähnlich erging es einem
anderen. Der verweigert allerdings jeglichen Angaben über die Schläger. |
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Preußenspiegel, 8. November 1992 |
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20. November 1992 |
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Scheiben eingeschmissen |
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Rathenow: *Am Freitag, dem 20.
November 1992, hielt zwischen 21.30 Uhr und 21.45 Uhr vor dem Wohnhaus
Friedrich Engels Straße 17 ein weißer Pkw aus dem drei neonazistische
Skinheads entstiegen und Steine durch die Fensterscheiben einer von
einem Linken bewohnten Wohnung warfen. Des weiteren verklebten die Täter
zwei Naziaufkleber der NSDAP(AO). |
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Autonome Antifa Rathenow, 26. November
1992 |
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22. November 1992 |
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Wohnhaus zum zweiten mal angegriffen |
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Rathenow: *Gegen 2.00 Uhr morgens
marschierten nach einem Signalschuss etwa 40 neonazistische Skinheads in
Zweierreihe auf den Puschkinplatz auf. Aus der Ansammlung lösten zwei
Gruppen heraus, die auf die Häuser Friedrich Engels Straße 16 und 17 zu
stürmten. Die zurückgebliebene dritte Gruppe begann mit Steinwürfen auf
die Häuser einzuwirken. Die mit asiatischen Kampfwaffen, Eisenstangen,
Baseballschlägern, Schippenstielen und Zaunpfählen bewaffneten
Rechtsextremisten drangen in den Hausflur der Friedrich Engels Straße 17
ein und schlugen wahllos auf Hausbriefkästen, Fensterscheiben,
Beleuchtung und Wohnungstüren ein.
Durch die nach zehn Minuten
eintreffenden Einsatzkräfte der Polizei, verständigt durch beherzte
Mitbürger der Straße, flüchteten sich die Täter in die Deckung der
Dunkelheit, um nach dem zehn sekündigen Aufenthalt der Polizeikräfte -
drei Funkstreifenwagen - um darauf folgenden Abzug der Beamten vom
Tatort erneut unter Kampfrufen die Mietshäuser Friedrich Engels Straße
16 und 17 anzugreifen.
Im Hausflur des Hauses Friedrich Engels
Straße 17 kam es zu einem Handgemenge zwischen den Angreifern und drei
linken Insassen der angegriffenen Wohnung.
Nach 20 Minuten zogen sich die
rechtsextremen Angreifer zurück und hinterließen einen Sachschaden von
ca. 50.000 Mark. Der Sachschaden der in dieser Nacht verursacht wurde
umfasst Fenster - und Autoscheiben, Türschlösser, Hauseingangstüren,
Wohnungseingangstüren, Hausbriefkästen, die elektrische Anlage und
diverse elektrische Geräte , die sich in den Wohnungen befanden.
Personen kamen nicht zu Schaden. |
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Autonome Antifa Rathenow, 26. November
1992 |
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23. November 1992 |
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"Racheakt" |
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Rathenow: *Am 23. November 1992 drei
(neonazistische) Skinheads mit einem Pkw durch die Stadt. In Rathenow -
Ost halten sie an. Einer steigt aus und zertrümmert Front -, Heck - und
Seitenscheiben an einem abgestellten Ford. Sachschaden: 1.000 DM. |
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Märkische Allgemeine Zeitung, 14.
September 1993 ("Auf der schiefen Bahn") |
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Dezember 1992 |
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"Rachefeldzug" gegen
Asylbewerberheim |
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Retzow: *Kurz vor dem
Weihnachtsfest 1992 wollten fünf (neonazistische) Skinheads (aus
Nennhausen und Umgebung) zur mitternächtlichen Stunde einen
"Rachefeldzug" gegen die Bewohner eines Asylbewerberheimes in Retzow
starten. Sie kletterten über den Zaun des Geländes, ein Skin schlug die
Scheibe ein, damit sie in das Innere des Wohnheimes eindringen konnte.
Dass sie dann das Vorhaben abbrachen und sich zurückzogen, lag nicht an
einer plötzlichen Einsicht, sondern am plötzlichen Auftauchen der
Polizei in der Nähe des Heimes. So konnten sie den geplanten Überfall
nicht ausführen. |
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Märkische Allgemeine Zeitung, 28.
September 1993 ("Wenn der Wille zum Nachdenken fehlt") |
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22. Dezember 1992 |
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Besetztes Haus geräumt |
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Rathenow: *Ein von "deutsch -
nationalen" Jugendlichen Mitte Dezember 1992 besetztes ehemaliges
Fabrikgebäude in der Genthiner Straße 1 wurde am 22. Dezember 1992 von
Polizeikräften geräumt. Mehrere Türen mussten gewaltsam geöffnet werden,
da andere Schlösser eingesetzt worden waren. Viele Fenster waren von
innen mit Brettern vernagelt und mit Stacheldraht "gesichert". Hinter
nicht vernagelten Fenstern fanden sich Haufen von Steinen, die
unzweifelhaft als Wurfgeschosse dienen sollten. Die Polizei, unter
anderem mit vier Funkstreifenwagen und zwei Hundeführern im Einsatz,
fand auch eine Kettensäge vor. |
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Märkische Allgemeine Zeitung, 24. Dezember
1992 ("Haus wurde geräumt")
Märkische Allgemeine Zeitung, 28. Dezember 1992 ("Weitere Besetzungen
nicht ausgeschlossen") |
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