(Neo)nazistische Delikte im Westhavelland - 2008

 

 

 
 

Januar 2008, Milow

 
     
 

1.   Nazi – Gekritzel im Wartehaus

 
     
 

Milower Land: *Eine Anwohnerin des Ortsteiles Neudessau (Gemeinde Milower Land) informierte die Polizei über Schmierereien im Inneren eines Wartehäuschens. Unbekannte hatten einen ausländerfeindlichen Schriftzug über eine Fläche von ungefähr vier Metern gesprüht. Polizisten sicherten Spuren und nahmen Strafanzeige auf. Ein Mitarbeiter des zuständigen Amtes beseitigte die Schmierereien.

 
     
 

Quelle:   Märkische Allgemeine Zeitung, Sonnabend/Sonntag, 19./20. Januar 2008, Seite 13

 
     
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  23. Januar 2008, Rathenow  
     
 

1.   Hakenkreuze an Zaunpfeilern

 
     
 

Rathenow: *Vier Hakenkreuze an einem Zaun in der Bahnhofsstraße stellte ein Passant am Mittwoch fest. Unbekannte hatten die Zeichen  in einer Größe von etwa 30 mal 30 Zentimeter an je einen Pfeiler gesprüht. Polizisten nahmen Strafanzeige auf. Der Verwalter des Gebäudes kümmerte sich um die Beseitigung der Schmierereien.

 
     
 

Quelle:   Märkische Allgemeine Zeitung, Freitag, 25. Januar 2008, Seite 13

 
     
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  27. Januar 2008, Premnitz  
     
 

1.   Mahnmal für die Opfer des Faschismus geschändet

 
     
 

Premnitz: *Am Samstag, den 27. Januar 2008, wurde am Mahnmal der Opfer des Faschismus in der Ernst Thälmann Straße der mit schwarzer Sprühfarbe aufgetragene Schriftzug „Wir wollen Beweise“ und ein Banner mit gleichlautenden Inhalt festgestellt. Des Weiteren war die hervorstehende Widmung „den Opfern des Faschismus“ durchgestrichen.

 
     
 

Quelle: Eigene Recherche

 
     
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  25. April 2008, Rathenow  
     
  Hakenkreuz aus Bierflaschen gelegt  
     
  Rathenow: *Sechs am Platz der Jugend sitzende junge Männer fielen Polizisten in den frühen Morgenstunden des Freitages auf, da diese eine erhebliche Menge herumliegenden Unrat verursacht hatten. Bei der Kontrolle der 17- bis 24-Jährigen fanden die Beamten zahlreiche Bierflaschen, welche in Form eines Hakenkreuzes auf dem Boden ausgelegt waren. Zur Entstehung des Zeichens äußerten sich die Personen nicht. Strafanzeige wurde aufgenommen und der Müll beseitigt.  
     
  Quelle:   Märkische Allgemeine Zeitung, Samstag/Sonntag, 26./27. Januar 2008, Seite 13  
     
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  1. Mai 2008, Rathenow  
     
  Frau angegriffen  
     
  Rathenow: *Am Himmelfahrtstag griff ein 24 jähriger (Neo)nazi aus Rathenow eine Frau in der Steinstraße an, anschließend flüchtete der Angreifer. Bei der Polizei wurde Anzeige erstattet.  
     
 

Quelle: Eigene Recherche

 
     
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31. Mai / 2. Juni 2008, Premnitz

 
 

 

 
 

Brutaler Überfall auf Punk

 
     
  Premnitz: *Mehrere (Neo)nazis griffen in der Nacht von Samstag zu Sonntag einen Mann in Punk-Outfit in der Thomas Mann Straße an. Dabei stachen die Angreifer u.a. auf das Opfer ein und zerschlugen eine Flasche auf dessen Kopf. Der Mann erlitt zahlreiche Schnittwunden, die ärztlich behandelt werden mussten.
Die Polizei erstattete Anzeige von Amts wegen, die Täter sind namentlich bekannt.
 
     
 

Quelle: Eigene Recherche

 
     
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Juni 2008, Rathenow

 

 

 

 

 

Hakenkreuz am Schaufenster

 

 

 

 

 

Rathenow: *Ein 120 mal 120 cm großes Hakenkreuz sprühten Schmierer am vergangenen Wochenende an die Schaufensterscheibe eines Geschäftes in der Brandenburger Straße. Außerdem beschmierten die Unbekannten einen Schaukasten. Die durch eine Mitarbeiterin am Samstagmorgen informierten Polizisten nahmen Strafanzeige auf und leiteten Ermittlungen ein. Zur Schadenshöhe gibt es noch keine Angaben.

 
     
  Quelle:   Märkische Allgemeine Zeitung, Dienstag, 3. Juni 2008, Seite 13  
     
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25./26. Juni 2008, Rathenow

 
 

 

 
 

Übergriff in der dritten Halbzeit

 
     
 

Rathenow: Nach dem Einzug des DFB Teams ins Finale der UEFA Euro 2008 kam es auch in Rathenow zu einzelnen Übergriffen durch (Neo)nazis, bei dem mindestens eine Person leicht verletzt wurde.

Nach dem Abpfiff der Partie Deutschland - Türkei waren einige jugendliche Fußballfans zur Hauptkreuzung ins Rathenower Stadtzentrum gezogen um dort den Sieg der Bundeself zu feiern. Ebenfalls hatten sich dort auch Mitglieder der (verbotenen) Kameradschaft "Sturm 27" und des NPD Stadtverbandes versammelt, allerdings um nicht nur zu feiern bzw. Präsenz zu zeigen.

Jugendliche die T-Shirts mit Slogans gegen Nazis trugen, wurden von den Kameradschaftsmitgliedern angegriffen. Auch der Vorsitzende des NPD Stadtverbandes Rathenow versuchte mehrfach Auseinandersetzungen zu provozieren.

Gegen 00.15 Uhr griff der Rathenower NPD Chef dann einen dunkelhäutigen bzw. "afrodeutschen" Fan der DFB-Elf an und schlug ihn derart mit der Faust ins Gesicht, dass das Opfer ärztlich behandelt werden musste. Inzwischen wurde auch eine polizeiliche Anzeige erstattet.

 
     
 

Quelle: Eigene Recherche

 
     
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