Konfrontation in Premnitz / Nazis wollten Club am See anzünden  

Am vergangenen Freitagabend lagen in der havelländischen Kleinstadt Premnitz wieder deutlich spürbare Spannungen in der Luft, da sich die örtliche rechtsextreme Szene zum ersten mal seit 2002 wieder am Jugendclub angekündigt hatte, um diesen, ihren Ansagen zufolge, „platt zu machen“.

Und tatsächlich, bereits in den frühen Abendstunden sammelten sich ca. 30 vorwiegend jugendliche Rechtsextremisten als auch einzelne bekannte Aktivisten der verbotenen Kameradschaft „Hauptvolk“  auf dem Premnitzer Marktplatz. 

Gegen 22 Uhr brach dann der Großteil der Rechten von diesem Sammelpunkt aus schließlich in Richtung Jugendclub auf. Kurz vor erreichen des Ziels schlug man sich dann aber in die Büsche am Premnitzer See um vermutlich über den von Bäumen und Büschen flankierten Seerundweg schnell und relativ unbemerkt angreifen zu können. Da mensch am Jugendclub aber gewarnt war, flogen diese Absichten recht schnell auf und zwei erste direkte Angriffsversuche endeten zunächst mit dem schnellen Rückzug, der mit Eisenstangen und Baseballschlägern bewaffneten, Rechtsextremisten.

Als sich die Gruppe der rechten Angreifer nunmehr zum dritten mal in der Mozartstraße zum Schlag formierte, wurde sie von der inzwischen von Anwohnern informierten Polizei gestellt.  Dabei wurden bei einigen Rechtsextremisten neben den erwähnten Schlaggegenständen auch Molotowcocktails gefunden. 16 rechte Angreifer wurden daraufhin in Gewahrsam genommen, wie der Rundfunk Berlin Brandenburg berichtet. Weiterhin soll es wohl am frühen Samstagmorgen eine Polizeirazzia gegen die rechte Szene in Premnitz gegeben haben, wobei mehrere Wohnungen durchsucht wurden. Auch durchsucht wurde die Gegend um den See, wo die Rechtsextremisten offenbar ein mit Molotowcocktails gefülltes Erddepot angelegt hatten. 

Antifaschistische Gruppen im Westhavelland

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