|
Einleitung Mit
Festnahmen bei Demonstrationen und anderen Aktionen, mit
Beschlagnahme von Flugblättern, Zeitungen usw., mit Hausdurchsuchungen, Strafbefehlen
und Prozessen muss heute jede/r rechnen, der/die
aktiv politisch tätig ist, gegen Ausbeutung und Unterdrückung kämpft,
egal ob als AntifaschistIn, AKW-GegnerIn, AntimilitaristIn, KommunistIn
oder AnarchistIn. Mit
immer neuen Gesetzen wird selbst das Wenige, was der kapitalistische
Staat an Meinungsfreiheit, Organisationsfreiheit und Demonstrationsrecht
gewährt, ständig eingeschränkt. Die
staatliche Repression nimmt noch lange nicht deswegen ab,
weil die Linke immer schwächer wird – im Gegenteil, weil die staatlichen
Stellen mit wenig organisierter Gegenwehr rechnen (müssen),
können sie sich Kriminalisierungsversuche erlauben, die
in Zeiten starker Massenbewegungen nicht durchsetzbar wären. Ihre
Einschüchterungsversuche und Kriminalisierungsstrategien verfangen
grundsätzlich nur in dem Maße, wie es uns nicht gelingt, unsere
Vereinzelung aufzuheben und uns gemeinschaftlich zu organisieren. Eine gute Voraussetzung, um die erste Grundregel im „Ernstfall“ wirklich beherzigen zu können, ist Vertrauen. Nicht in die göttliche Allmacht, des Schicksals Weg oder die Unzertrennlichkeit von Ying und Yang, sondern Vertrauen auf Genossinnen und Genossen, die sich um einen kümmern, wenn mensch in der Scheiße sitzt – und die bei Polizei und Staatsanwaltschaft genauso die Schnauze halten wie du!
|