Brandenburger Wochenblatt:
NPD will Parteigliederung in
Rathenow gründen
Golze:
Demokratischer Widerstand nötig
Rathenow (hüb). Die NPD plant in der havelländischen Kreisstadt Rathenow, einen Stadtverband zu gründen. Darauf sollen sich NPD-Mitglieder der rechtsextremen Partei am Montag in Rathenow verständigt haben. Sie trafen sich auf dem Soldatenfriedhof auf dem Weinberg und legten am Gedenkkreuz einen Kranz nieder. Mit dieser Aktion wollte die NPD an den Bombenangriff am 18. April 1944 auf Rathenow erinnern. Unter den NPD-Funktionären befand sich u.a. der stellvertretende Landesvorsitzende Detlef Appel.
Nach Bekanntwerden der NPD-Aktivitäten in Rathenow hat die Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Diana Golze (PDS) in einer Pressemitteilung zum „demokratischen Widerstand“ aufgerufen. „Die Gründung einer Ortsgliederung der rechtsextremen NPD muss für alle demokratischen Parteien ein Signal sein, gemeinsam und konsequent gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit aufzutreten. Gerade im 60. Jahr der Befreiung vom Faschismus ist dies eine dringende Aufgabe von uns allen“, so die SVV-Vorsitzende.
Konkrete Erkenntnisse, ob sich Mitglieder der beiden verbotenen Kameradschaften künftig in Ra6thenow in der NPD engagieren werden, gibt es bislang nicht. Allerdings sollen Jugendliche aus der rechtsextremen Szene Kontakt zur NPD pflegen.
24.04.2005
siehe auch: NPD beschloss Gründung des Stadtverbandes Rathenow