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Aktuelles April 2006
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Prozess gegen
Rathenower NPD Chef vertagt
Vor dem Amtsgericht Rathenow begann heute
um 9.00 Uhr der Prozess gegen den Vorsitzenden des NPD Stadtverbandes
Rathenow, Marcell Horlebeck. Dem 24 Jährigen wird neben Trunkenheit am
Steuer vor allem gemeinschaftliche gefährliche Körperverletzung
vorgeworfen.
Am 10. Mai 2003 hatten Horlebeck und
andere Nazis das AJZ in der Goethestraße in Rathenow angegriffen und
dabei mehrere Personen durch Gewalteinwirkung verletzt.
Nach der Anhörung der ersten sieben
ZeugInnen wurde klar, dass gegen den Rathenower NPD Chef noch ein
weiterer Anklagepunkt wegen Körperverletzung in Betracht kommen wird.
Der Richter vertagte deshalb den
Prozess um zwei Wochen, auf Donnerstag, den 11. Mai 2006. Die
Verhandlung wird dann gegen 11.15 Uhr vor dem Amtsgericht Rathenow
fortgesetzt.
Antifaschistische Recherchegruppe,
2006.04.27
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Rathenower NPD Chef vor Gericht
Verhandlung wegen Überfall auf Linke
und Trunkenheit am Steuer/Parteiaktivitäten in der Region gehen vorerst weiter
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Nach einer
antifaschistischen Demonstration im havelländischen Rathenow
versuchten ungefähr 20 Neonazis der heute verbotenen
Kameradschaft "Sturm 27" in den Abendstunden des 10. Mai 2003
ein örtliches alternatives Jugendzentrum zu stürmen.
Der braune Mob
kam durch die Seitenstraßen und begann auf einem Parkplatz vor
dem Objekt mit Steinen gegen Fahrzeuge und Personen zu
werfen. Schließlich kam es zu einer handfesten
Auseinandersetzung mit Gästen des AJZ, die mit dem Abzug der Nazis endete.
Ungefähr drei
Jahre später muss sich nun der jetzige Vorsitzende des
Rathenower NPD
Stadtverbandes, Marcell Horlebeck, in dieser Sache wegen
Körperverletzung vor Gericht verantworten. Zu dem wird wohl
gleichzeitig wegen Trunkenheit am Steuer gegen den einschlägig
vorbestraften Rechtsextremisten verhandelt, der zum Tatzeitpunkt
bereits wegen eines anderen Überfalls auf Linke im Jahr 2001 zu
einer auf Bewährung ausgesetzten Freiheitsstrafe verurteilt war. |
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Unbeeindruckt davon gehen die
Aktivitäten des NPD Stadtverbandes Rathenow unter Horlebeck jedoch weiter. In einer als
Proberaum genutzten Lagerhalle am Rathenower Stadtrand hat sich die
örtliche Parteistruktur einen Anlaufpunkt geschaffen in dem vor allem mittels
Musik die "nationale" Jugend agitiert werden soll. Mindestens drei
größere Veranstaltungen, die letzte erst am vergangenen Samstag, hat es
so hier schon gegeben, bei denen vermutlich auch Nazibands aufgetreten sind.
Des weiteren fand in
der vergangenen Woche die nun mehr zweite Kranzniederlegung des NPD
Stadtverbandes zum 62. Jahrestag des alliierten Luftangriffes auf die
Aradoflugwerke in Rathenow - Heidefeld statt. Am 18. April 1944
zerstörten mehrere Bomber der 8. US Air Force die Kriegswaffenfabrik, in
der u.a. der berüchtigte Kampfbomber Heinkel HE 111 lizenzproduziert
wurde. 60 Rathenower Bürger kamen dabei ums Leben.
Der Prozess gegen
Marcell Horlebeck findet am Donnerstag, dem 27. April 2006, um 9.00 Uhr
im Amtsgericht Rathenow statt.
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Marcell Horlebeck (1.v.R.) während
des Naziaufmarsches gegen das Verbot des "Rudolf Hess
Gedenkmarsches" am 20. August 2005 in Berlin (Foto: AIB) |
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NPD Treffpunkt in der Rathenower
Schlachthausstraße |
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Kranz der NPD zum Jahrestag des
Luftangriffs auf die Aradokampfbomberwerke in Rathenow |
Antifaschistische Recherchegruppe,
2006.04.26
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Unterwanderung der Hardcoreszene
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Verbotene Kameraden auf Hardcorekonzerten
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Schon seit
einigen Jahren kann beobachtet werden das sich Nazis neben
anderen eher alternativ positionierten Subkulturen auch in der
Hardcore - Musikszene breitmachen wollen. Schon recht früh wurde
deshalb aus Szenekreisen, die Losung "Good Night - White Pride"
ausgegeben um sich den ungewollten Interessenten wieder zu
entledigen.
Da eine
Initiative aber immer vom Engagement vor Ort abhängt, gibt es so
deutliche regionale Unterschiede im Umgang mit Nazis auf
Hardcorekonzerten. In einigen Städten herrscht diesbezüglich
sogar eine
gefährliche Gleichgültigkeit zu dieser Thematik bzw. ein sehr
weit gefasster Toleranzbegriff.
Auch in
Brandenburg/Havel scheint dies der Fall zu sein.
Am Samstag, dem 25. März 2006, fand im
eher als alternativ bekannten Club "HdO" ein gut besuchtes Hardcorekonzert statt, zu dem auch
mindestens 6 - 7 Nazis aus Rathenow, Premnitz und Brandenburg/Havel,
darunter auch Mitglieder der verbotenen Kameradschaften "Hauptvolk" und
"Sturm 27,"
fuhren und auch den ganzen Abend über unbehelligt bleiben konnten.
Nicht einmal als diese begannen Leute anzugreifen, gab es für das
Ordnungspersonal einen Grund die Nazis des Saales zu verweisen. |
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Der Betreiber
des HdO, der Verein "Jugendkulturfabrik", wollte sich nach einer
Anfrage bisher nicht zu dieser Angelegenheit äußern. Laut eines im Internet
einsehbaren Konzeptes sieht sich der Verein zwar als Förderer
von multikultureller
Aktivitäten, positioniert sich jedoch nicht eindeutig zu
Rechtsextremismus und Rassismus.
Am 19. April
2006 wollen die Rathenower Kameraden übrigens wieder ein Hardcore Konzert besuchen. Diesmal soll es zu den "Dropkick
Murphys" in der Berliner Columbiahalle gehen.
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Henning Klins (Kameradschaft Brandenburg/Havel) und Jens Riedel
(Hauptvolk) |
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Henning Klins (Kameradschaft Brandenburg/Havel) und
Brian Friedrichs (Hauptvolk, mit Basecap) |
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| Michael Peschke
(Sturm 27) |
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Marco Barsch (Kameradschaft Brandenburg/Havel, 1.v.l.) |
Antifaschistische Recherchegruppe,
2006.04.17
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| Antifa führt duales System ein
Reste von Nazipropaganda wird künftig
an die Verursacher zurückgegeben
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Seit Anfang des Jahres
2006 müssen vor allem in der havelländischen Stadt Premnitz fast alltäglich
dutzende Aufkleber von Naziorganisationen und Versänden, die von der
örtlichen rechtsextremen Jugend verklebt wurden, entfernt werden.
Insbesondere die Motive
des Wikingerversandes, die diverse Slogans wie "Alliierte Mörderbande",
"Ausländer rein - Wir sagen Nein", "Freiheit für alle verfolgten
Nationalisten" etc. beinhalten bilden den Großteil dieses
Propagandamaterial, das ansonsten aus Material eines "NFH", der NPD, des
Patriaversandes oder verbotenen Berliner Kameradschaft "Tor"
ergänzt wird.
In anbetracht des
großen Papiermülls der jedes mal bei der Entfernung der Propaganda
anfällt und die Umwelt verschmutzt, wurde jetzt beschlossen die Reste
von Aufklebern und Ähnlichem an die Verursacher zurückzusenden.
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Postzustellung
in Rathenow |
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In der ersten
Rücksendeaktion erhielten vier Rechtsextremisten aus dem Westhavelland
Post von der Antifa. Christopher Rades und Ramon Krüger aus Premnitz,
weil sie öfters beim verkleben von Aufklebern des Wikingerversandes
gesehen wurden, Franz Poppendieck, weil er unlängst als einziger
Premnitzer Kunde beim Wikingerversand geoutet wurde, und Benjamin Köchel
aus Rathenow, weil er für das verkleben von NPD Aufklebern in
Rathenow Ost verantwortlich ist.
Antifaoffensive Westhavelland,
2006.04.17 |
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Glorifizierung der SS geht
weiter Pkws als
Propagandainstrument / Vor einem Jahr wurde die Kameradschaft
"Hauptvolk" verboten
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Die Schutzstaffel (SS) wurde 1925
als spezielle Leibgarde für die Führungskader der NSDAP,
insbesondere Parteichef Adolf Hitler, gegründet. Zunächst der so
genannten "Sturmabteilung" (SA) untergeordnet, übernahm die SS
nach der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler und
insbesondere nach der Ausschaltung der obersten SA - Führung
1934 immer mehr die Hauptrolle in der Festigung und im Ausbau
des nationalsozialistischen Deutschlands zu einem
verbrecherischem Polizeistaat. Insbesondere die Einrichtung von
Konzentrations - und Vernichtungslagern, in denen Millionen
Menschen durch industrielle Massenvernichtung ermordet wurden,
muss hier genannt werden.
Neben der regulären SS entstand
aus einer bisherigen so genannten "Verfügungstruppe" im Winter
1939/1940 die so genannte "Waffen SS". Zwar oft als "reguläre
Armee" bezeichnet, unterschieden sich die an der Front
kämpfenden SS - Mannschaften in ihrer Brutalität und ihrem
Fanatismus kaum von den Wachmannschaften der KZs. Insbesondere
die durch Waffen SS - Divisionen begangenen Massaker von Oradour
(Frankreich), Malmedy (Belgien) und Sant'Anna di Stazzema
(Italien) zeugen vom verbrecherischem Ungeist der Truppe.
Nach der Befreiung Deutschlands
1945 und der Aburteilung der Hauptverantwortlichen des NS -
Regimes wurde auch die SS, inklusive Waffen SS, als
verbrecherische nationalsozialistische Organisation eingestuft,
verboten und offiziell aufgelöst. |
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Bild: "Glorifizierung der SS". Beschlagnahmte Nazi Cds ("Wir
singen Lieder der Waffen SS") nach der Razzia beim "Hauptvolk"
am 12. April 2005 (Foto: ZDF) |
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Wider den Erkenntnissen
aus zwölf Jahren NS - Diktatur und trotz des Verbotes von NS -
Organisationen, deren Abzeichen und Parolen erfreut sich insbesondere,
die SS wegen ihres angeblich elitären Anspruches insbesondere bei
Neonazis bester Beliebtheit.
Auch bei der am 12.
April 2005 durch das Brandenburger Innenministerium verbotenen
Kameradschaft "Hauptvolk" waren diese Tendenzen zu erkennen. Auf der
Pressekonferenz zum Kameradschaftsverbot sprach Innenminister Jörg
Schönbohm (CDU) in seiner Handlungsbegründung so auch von der
"Glorifizierung der SS", was u.a. durch beschlagnahmte CDs mit der
Aufschrift "Wir singen Lieder der Waffen SS" und ähnlicher Devotionalien
untermauert wurde.
Trotzdem scheinen die
Verbote, wie bereits mehrfach durch Antifas festgestellt, die Kameraden
vom "Hauptvolk" und vom ebenfalls verbotenen "Sturm 27" wenig zu
beeindrucken.
Für die Frechheit mit
der einzelne Kameraden hier ihr nationalsozialistisches Weltbild in der
Öffentlichkeit präsentieren, fehlen mensch manchmal die Worte. Selbst
Pkws werden dabei als Propagandainstrumente geführt, ohne das sich
jemand daran stört.
An einem Pkw des
Hauptvolkmitgliedes Heiko Rätzsch findet sich so wie selbstverständlich
das Divisionsabzeichen der 8. SS Kavalleriedivision "Florian Geyer", die
u.a. zur so genannten "Partisanenbekämpfung - einer Tarnbezeichnung für
die gezielte Ermordung von Zivilisten und insbesondere zur
Judenerschießung - in den besetzten Gebieten der Sowjetunion eingesetzt
war. Zu dem wirbt Rätzsch für die berüchtigte Wehrmachtssabotageeinheit
"Division Brandenburg", die weit hinter der Frontlinie die
faschistischen Aggressionen erst möglich machte.
Noch weiter geht der
aus Premnitz stammende Rechtsextremist Rene Fischer aus dem näheren
Umfeld der Kameradschaft "Hauptvolk". Er platzierte die auch nach BRD
Recht verbotene SS - Parole "Meine Ehre heisst Treue" auf die
Heckscheibe seine Pkws.
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Bild
links oben: Pkw von Heiko Rätzsch aus Rathenow
Bilder
links unten: Divisionskennzeichen der 8. SS -
Kavalleriedivision "Florian Geyer". Einmal auf Rätzschs
Pkw und einmal der Internetseite http://www.lexikon-der-wehrmacht.de
entnommen. |
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Bild
rechts oben: Pkw von Rene Fischer in Premnitz
Bild
rechts unten: Vergrößung von Fischers
Heckscheibenaufschrift "Meine Ehre heisst Treue" (Parole
der SS) |
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Antifaschistische Recherchegruppe, 2006.04.12
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| "Gegen linke Aktivisten"
"Anti Antifa Rathenow" und "Sturm
27" schlagen in Rathenow zu
Der Frühling ist da und
die neue Modekollektion in der rechtsextremen Szene, T - Shirts,
Pullover und Schlüsselbänder auch. Man trägt heute schwarz - rot mit
einem Hauch von weiß und knüpft mit geklauten linke Symbolen am Stil der
so genannten "Autonomen Nationalisten" an.
Ist damit eine neue
Perspektive im Nazimilieu zu beobachten? Denkbar nicht. Der Begriff
"Autonome Nationalisten" ist kein theoretisches Konzept sondern mehr
eine Worthülse, die sich aus Modemacken der verbotenen Berliner
Kameradschaft "Tor" entwickelt hat. Bewusst werden Palästinensertücher,
Che Guevara T - Shirts oder der (linksautonome) "Berlin Style" der
1990er Jahre übernommen um eine angebliche Öffnung der Naziszene für
alternative Jugendkulturen zu suggerieren. Tatsächlich bleibt die dumpfe
rassistische und nationalsozialistische Ideologie hinter der Tarnung
aber die selbe. So findet sich auch auf den Schlüsselbändern der
regionalen rechtsextremen Szene, wie selbstverständlich neben schwarzer
und roter Fahne der Schriftzug "Anti Antifa Rathenow".
Noch deutlicher wird
der Rückenaufdruck auf den ebenfalls mit "Anti Antifa Rathenow"
unterzeichneten T - Shirts. Vor einem abgedruckten Vorkriegsbildnis des
Rathenower Bismarckturmes steht ganz groß geschrieben: "Gegen linke
Aktivisten" .
Ob dies eine politische
Kampagne ist, überhaupt - bis auf einige Schlagworte - einen konkreten
inhaltlichen Hintergrund hat oder nur ein Wortungetüm ist um den
Frust über die Kameradschaftsverbote - Mitglieder des verbotenen Sturm
27 wurden auch schon mit T - Shirts der Anti Antifa Rathenow gesehen -
loszuwerden bleibt vorerst unklar.
Sicher ist nur, dass es
an diesem Wochenende seit langem wieder zu gewalttätigen Übergriffen auf
vermeintliche linke Jugendliche im Rathenower Stadtgebiet kam.
Auf dem Weg zur Disco
wurden so am Freitag, dem 7. April 2006, drei alternativ gekleidete
Jugendliche gegen 23.55 Uhr in der Berliner Straße Ecke Bahnhofsstraße
von einer größeren Gruppe Rechtsextremisten der "Anti Antifa Rathenow"
angegriffen und einer der drei Jugendlichen durch einen Faustschlag ins
Gesicht verletzt.
Ebenfalls auf dem Weg zur Disco
wurde
ein 20 Jähriger am Samstag, dem 8. April 2006, gegen 1.00 Uhr vor der
Kreissparkasse in der Berliner Straße aus einer Gruppe
Rechtsextremisten, die dem verbotenen "Sturm 27" angehören, tätlich
angegriffen. Die Tatbeteiligten Norman St. und Toni G.
schlugen dabei derart auf ihr Opfer ein, das dieses Verletzungen im
Oberkörper - und Kopfbereich erlitt und auf der Rettungsstelle
behandelt werden musste. Ein Auge war und ist zu dem durch einen
schweren Faustschlag komplett zu geschwollen und wurde bereits durch
eine Augenärztin begutachtet, die eine nachträgliche Sehbeeinträchtigung
nicht ausschließen will.
Gegen alle Täter wurden inzwischen
Anzeigen erstattet. Norman St. wurde erst vor ungefähr
einem Jahr
zu einer Geldstrafe von 1600 Euro verurteilt, weil er auf dem Stadtfest
2004 einen damals 23 Jährigen brutal zusammenschlug.
Antifaschistische Recherchegruppe, 2006.04.09 |
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