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Stellungnahme der Antifaschistischen Gruppen im Westhavelland zur
Teilnahme an der Initiative „Rathenow schaut nicht weg“
In Rathenow hat sich
am Dienstag, dem 6. Juni 2006 ein Bündnis aus allen Spektren des
demokratischen Alltags formiert, welches nicht länger hinnehmen will,
dass Rechtsextremisten durch ihr handeln den Tagesablauf der Menschen im
Rathenow – Premnitz bestimmen oder gar beherrschen.
Die Antifaschistischen
Gruppen im Westhavelland sind repräsentativ in diesem Bündnis integriert
und tragen auch dessen Entscheidungen, insofern diese dem
antifaschistischen Selbstverständnis der Antifa entspricht, mit.
Die Grundlage für das
Selbstverständnis der Antifaschistischen Gruppen im Westhavelland ist
die Menschenrechtskonvention der Vereinten Nationen in dem festgelegt
ist, das kein Mensch wegen seines Glaubensbekenntnisses, seiner
ethnischen Merkmale oder seiner politischen Weltanschauung verfolgt
werden darf.
Menschen und
Organisationen die dieser Grundregel zu wider agieren, Rassismus,
Antisemitismus und Nazismus in nicht hinnehmbarer Weise verbreiten und
in brutaler Art ausleben gilt deshalb unser engagierter Kampf.
Explizit sei hier
erwähnt, dass dieses Engagement im Rahmen des Bündnisses außerhalb
ökonompolitischer Diskussionen geführt wird, da rassistische,
antisemitische und nazistische Strömungen nicht zwangsläufig an
bestimmte Wirtschaftsordnungen gebunden und deshalb gemäß UN -
Konvention von allen staatlichen und gesellschaftlichen Kräften zu
ächten sind.
(Neo)Faschismus oder
seine internationalen Abarten, wie beispielsweise der (Neo)Nationalsozialismus
in Deutschland, wurzeln unserer Erkenntnis nach hauptsächlich in
sozialdarwinistischen Weltbildern, die nicht nur Menschen nach
vermeintlichen biologischen Merkmalen differenzieren sondern daraus
auch (autoritäre) hierarchische Herrschaftsordnungen ableiten, deren
tragende aggressive Ideologie zwangsläufig den Konflikt zwischen den
Ethnien schürt.
Antifaschistische
Gruppen im Westhavelland,
2006.06.11 |