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NPD spielt auf
Zeit |
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Naziaufmarsch verschoben / NPD Stand in
Brandenburg/Havel |
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Die NPD hat ihren für Samstag, den 26. Mai
2007, ab 10 Uhr in Rathenow angekündigten Aufmarsch kurzfristig wieder
abgemeldet. Trotzdem will die (Neo)nazipartei aber offenbar an einer
Veranstaltung in der havelländischen Kreisstadt festhalten und plant
jetzt für Samstag, den 16. Juni 2007, einen neuen Aufzug. Thematisch
soll es statt gegen Staatswillkür nun vorgeblich gegen die
Globalisierung gehen.
Die offensichtliche Unentschlossenheit
der westhavelländischen NPD scheint aber nur oberflächlich zu sein, da
deren Mitglieder und Sympathisanten ihre Basisarbeit in den letzten
Tagen noch forcierten. Am 13. Mai wurden so mehrere hundert Exemplare
der NPD Regionalpublikation "Havelland Stimme" im Raum Rathenow /
Premnitz verbreitet und am 18. Mai ein Infostand in Brandenburg/Havel
durchgeführt.
(Neo)nazis der verbotenen
Kameradschaften "Hauptvolk" und "Sturm 27" heben sich zur Zeit in der
Parteiarbeit besonders hervor. Sieben von Neun Beteiligten am Infostand
in Brandenburg/Havel waren so allein diesen illegalen Vereinigungen
zuzuordnen, darunter der Vorsitzende des NPD Stadtverbandes Rathenow,
Marcell Horlebeck, und der stellvertretende Vorsitzende des NPD
Kreisverbandes Havel Nuthe, Michel Müller. |
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Antifaschistische Gruppen im
Westhavelland, 2007.05.24 |
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Eine Woche vor
Aufmarsch: Wieder Nazirandale |
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Übergriffe am Himmelfahrtstag in
Rathenow |
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Rathenow: *Manche Dinge ändern sich
einfach nie. Schon seit einigen Jahren gehört der Himmelfahrtstag, im
Volksmund auch "Herrentag" genannt, zu den Tagen im Jahr an dem rechte
Szene im Raum Rathenow - Premnitz offenbar Narrenfreiheit hat. In
größeren Gruppen zieht der alkoholisierte, männliche Nazimob dann durch
die Straßen durch mindestens eine, der beiden genannten Städte um
"ihren" Tag zu "feiern".
Fast schon traditionell kommt es dabei immer wieder zu
gewalttätigen Übergriffen auf Passanten, welche die "falsche" Hautfarbe
haben, die "falsche" Gesinnung haben oder einfach nur "komisch" gucken.
"Komisch" geguckt haben müssen in diesem
Jahr auch einige Besucher einer zum "Herrentag" ausgerichteten
Veranstaltung auf dem Märkischen Platz in Rathenow. Als dort in den
frühen Abendstunden nämlich eine Musikgruppe aufspielen wollte, war der
in der Nähe herumlungernde, ca. 30 - 40 personenstarke Nazimob,
Mitglieder der verbotenen Kameradschaften "Hauptvolk" und "Sturm
27", sofort brüskiert und begann augenblicklich Bierflaschen abzubrechen
und auf einige Veranstaltungsgäste loszugehen. Mehrere Personen wurden
z.T. mit Messern oder besagten Flaschenresten bedroht, Einzelpersonen
von bis zu fünf Neonazis zusammengeschlagen. Die Musikgruppe wurde
ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen, als mindestens eine
Lautsprecherbox durch eine Flaschenwurf zerstört wurde.
Tatsächlich kam dann einige Minuten
später auch eine von den Veranstaltern georderte Polizeistreife, die
sich jedoch nicht sonderlich um die Angelegenheit der Geschädigten
kümmerte. Anzeigen wurden, mit Hinweis das man sich doch zur Wache
begeben sollte, nicht entgegengenommen. Festgenommen wurde auch niemand,
so dass den Veranstaltern nur die Option blieb ihre Feierlichkeiten aus
Sicherheitsgründen einzustellen.
Die (Neo)nazis zogen indes ungestört
und ohne Polizeibegleitung weiter zum nächsten Bierstand am Rathenower
Kino, wobei es abermals zu Übergriffen kam. |
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Antifaschistische Gruppen im
Westhavelland, 2007.05.19 |
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Übermütiger Berliner |
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Beim Entfernen von Nazipropaganda
bedroht |
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Premnitz: *Nachdem (Neo)nazis in zwei
Straßenzügen der Stadt einmal mehr ihre Propagandamittel hinterlassen
haben und sich weder Ordnungsamt noch Polizei um den braunen Müll
kümmerten, fanden sich am Freitag, den 18. Mai 2007, gegen 22 Uhr fünf
beherzte Antifas zu einer Art antifaschistischen Frühjahrsputz zusammen.
Zunächst wurde so die Fabrikenstraße und auch die Gegend um die
Bahnhaltestelle "Zentrum" von Naziaufklebern beräumt, bevor es
anschließend in die Bergstraße ging. Dort wurden bereits am Mittwoch,
den 17. Mai 2007, zahlreiche Aufkleber der NPD und des so genannten
"Freien Widerstandes" festgestellt.
Als die Gruppe nun gerade Richtung Kirche
Naziaufkleber von Straßenlampen und Schildern entfernte, hielt plötzlich
ein Pkw Suzuki, amtl. Kfz. Kz.: B-CE 9607, neben den Antifas. Von innen
heraus fotografierte der Fahrer und einzige Insasse des Autos ohne
ersichtlichen Grund die Fünf. Daraufhin wollten die Antifas den Pkw -
Fahrer zur Rede stellen. Der stieg dann auch prompt aus, brüllte das er
Justizbeamter und zudem bewaffnet ist und dass man hier Nachts nicht
herumlungern muss. Dem Mann wurde nun versucht zu erklären, dass hier
gerade Naziaufkleber entfernt werden und er sich keine Sorgen machen
brauch. Dies interessierte den tobenden Pkw - Fahrer aber überhaupt
nicht. Er holte stattdessen eine Dose Reizgas aus dem Auto und drohte
damit sie einzusetzen. Zur Beweissicherung wurde nun auch von dem Pkw
Fahrer ein Foto (siehe unten) gemacht, bevor dieser sich wieder
zurückzog.
Die restlichen Naziaufkleber in der
Bergstraße wurden dann natürlich trotzdem noch entfernt.
Kein Schild, Keine Lampe, Keine
Fläche den Nazis!
Keine Macht den Dummen! |
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| Bild links:
Der Pkw Fahrer mit Berliner Kennzeichen droht den Antifas |
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Bild rechts:
Bilddetailausschnitt von Bild links auf dem die Reizgasdose und
die Kamera zu erkennen sind |
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Antifaoffensive Westhavelland, 2007.5.19 |
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Kranzniederlegung zum Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus |
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Kundgebung am sowjetischen
Ehrenfriedhof in Rathenow |
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Am heutigen 62. Jahrestag der Befreiung
vom Nationalsozialismus gedachten Vertreter von Stadt, Kreis, den
Parteien und der Antifa im Westhavelland am Obelisken auf dem
sowjetischen Ehrenfriedhof mit einer Kranzniederlegung an die bei der
Befreiung von Rathenow (Ende April bis Anfang Mai 1945) gefallenen
Soldaten der Roten Armee. In
einer Rede erinnerte Rathenows Bürgermeister Ronald Seeger (CDU) während
einer Kundgebung kurz zuvor an die Bedeutung dieses Tages insbesondere
für die Verfolgten und Ausgebeuteten des NS Regimes. Das Ende des
Zweiten Weltkrieges in Rathenow, die getöteten Menschen und die
Zerstörungen im Stadtgebiet wurden ins Gedächtnis gerufen und
gleichzeitig ein friedliches Miteinander angemahnt.
Ähnlich wie im letzten Jahr versuchten
auch wieder (Neo)nazis die Veranstaltung aufzuklären. Unmittelbar nach
der Kranzniederlegung patrouillierten auffällig zwei Mitglieder des
verbotenen "Sturm 27" am Friedhof vorbei, die nach plötzlich
einsetzenden Niederschlag aber im wahrsten Sinne des Wortes im Regen
standen.
Scheint die Sonne auch für Nazis?
Wenn´s nach uns geht, tut sie´s nicht! |
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Bild 1: Kranzniederlegung
am Ehrenmal auf dem sowjetischen Ehrenfriedhof, Ferdinand Lassalle
Straße |
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Bild 2: am Ehrenmal
niedergelegte Kränze |
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Antifaschistische Gruppen im
Westhavelland, 2007.05.08 |
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