Aktuelles November 2007

 

Provokateure in Grünweiß

 
     
 

Premnitz: Polizei versuchte (Neo)nazis und Antifas gegeneinander auszuspielen

 
     
 

Das die Region Rathenow / Premnitz schon seit Jahren zum Experimentierfeld des Schönbohmschen Polizeiapparates gehört ist nicht gerade neu und hatte schon in der Vergangenheit selbst in bürgerlichen Kreisen zu Empörungen geführt. 

Was sich die regionale Polizeiadministration jedoch vor kurzem wieder geleistet hat, geht jedoch über die üblichen gesetzlich noch gedeckten Schikanen hinaus, hin zu kriminellen Praktiken. Denn wie erst jetzt bekannt wurde, versuchten Polizisten vor ungefähr einen Monat in Premnitz eine Auseinandersetzung zwischen (Neo)nazis und Antifaschisten zu provozieren.

In der Nacht vom 25. zum 26. Oktober 2007 klingelten so scheinbar nervöse Polizeibeamte mehrere Leute aus dem Bett um ihnen weiß zu machen das Leib und Leben in Gefahr seien. Man habe eine "Email von Rechten abgefangen" in der die aufgesuchten Personen als vermeintliche Linke aufgeführt werden und ihnen Gewalt als Reaktion auf einen angeblichen Anschlag auf den Premnitzer (Neo)nazitreffpunkt, der Gaststätte „Lindenhof“, angedroht wurde. Alle möglichen Aufenthaltsorte der gefährdeten Leute, die Namen und Adressen der Freunde und Bekannten sowie deren Aufenthaltsorte sollten deshalb den Beamten sofort benannt werden, um den „Personenschutz“ zu gewährleisten.
Die Personen blieben jedoch misstrauisch. Warum sollte die Polizei plötzlich intensiv an ihrem Schicksal interessiert sein, nach dem selbst in den „heißeren“ Zeiten der Vergangenheit nur Desinteresse der Behörde herrschte?

Und richtig, eine Information aus Kreisen des „Lindenhofes“ entlarvte die Angelegenheit als taktische Operation des Polizeiapparats. Denn mit der gleichen Methode wie die Beamten bei den aufgesuchten vermeintlichen „Linken“ versuchten Stimmung gegen den politischen Gegner zu machen, waren sie nahezu zeitgleich ebenfalls im Premnitzer (Neo)nazitreffpunkt „Lindenhof“ aufgetaucht und verbreiteten dort die Mär, dass man eine Email von Linken abgefangen habe, in der angeblich mit einem Anschlag auf die Gaststätte gedroht wurde und Leib und Leben in Gefahr seien.

Nun besteht hier tatsächlich Gefahr für Leib und Leben. Es wäre ja nicht das erste mal, dass sich die aggressive Premnitzer (Neo)naziszene auf solche Information beruft um beispielsweise dem örtlichen Jugendclub, den sie als "Zeckenclub" verachtet, mal wieder einen "Besuch" abzustatten.

 
     
  Antirepressionsgruppe Rathenow, 2007.11.19  
   

 

 
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  (Neo)nazikundgebung in Rathenow - West  
     
  Rathenow: Kranzniederlegung zum "Heldengedenktag"  
     
  Am gestrigen Volkstrauertag inszenierte das Rathenower (Neo)nazimilieu, diesmal unter dem Deckmantel des NPD Stadtverbandes, einmal mehr seine alljährliche Veranstaltung zum so genannten "Heldengedenktag". Zwar blieb die Gedenkstätte für die Opfer der beiden Weltkriege auf dem Weinberg, ähnlich wie im letzten Jahr, den (Neo)nazis verwehrt, ersatzweise durften sie ihre Zeremonie aber vor dem Kriegerdenkmal in der Pfarrer - Fröhlich - Straße im Rathenower Ortsteil Neue Schleuse (Rathenow - West) ungestört abhalten und einen Kranz niederlegen.

In der Vergangenheit wurde das "Heldengedenken" in Rathenow durch die beiden verbotenen Kameradschaften "Hauptvolk" und "Sturm 27" ausgerichtet, deren Kader sich nun im NPD Stadtverband Rathenow als legalen Ersatzverein reorganisieren.

 
     
  Antifaschistische Gruppen im Westhavelland, 2007.11.19  

 

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