Marcell Horlebeck, Vorsitzender des NPD Stadtverband Rathenow 2005 - 2008  
     
 

Marcell Horlebeck wurde am 22. September 1981 in Brandenburg/Havel geboren und lebte seit dem 14. Lebensjahr in einem Heim. Nach zehn Schuljahren beendete er die neunte Klasse mit der einfachen Berufsbildungsreife und wurde anschließend zum Maler – und Lackierer ausgebildet. Heute arbeitet Horlebeck bei einer Baufirma in Rathenow.

 
 

Marcell Horlebeck bewegt sich seit 1999 im (neo)nazistischen Milieu in Rathenow.
Im Jahr  2001 gehört er zum "Jungsturm Rathenow - New Age Nazis", der im Jahr 2003 zum  "Sturm 27" wird.
Im Jahr 2004 tritt Horlebeck als Mitglied der "Nationalen Bewegung Rathenow" in Erscheinung.
Spätestens seit 2005 ist er im "NPD Stützpunkt Rathenow" aktiv und wird am 3. Juli 2005 Vorsitzender des "NPD Stadtverband Rathenow" (bis Juli 2008).

 
 

Seit dem nahm er u.a. an folgenden öffentlichen Aktionen und Veranstaltungen der NPD teil oder führte diese durch:

13. März 2005  

Verteilung von Propagandamaterial der NPD in Premnitz.

01. Mai 2005 Naziaufmarsch in Leipzig (Sachsen)
08. Mai 2005 NPD Aufmarsch in Berlin
20. August 2005 Naziaufmarsch in Berlin
1. September 2005 Verteilung von Propagandamaterial der NPD in Rathenow
4. September 2005 Verteilung von Propagandamaterial der NPD in Rathenow 
11. Februar 2006 Naziaufmarsch in Dresden (Sachsen)
21. Oktober 2006 NPD Aufmarsch in Berlin
09. Dezember 2006  NPD Aufmarsch in Berlin.
24. Februar 2007 "Tollensemarsch" in Neubrandenburg (Mecklenburg - Vorpommern).
01. Mai 2007 NPD Aufmarsch in Erfurt (Thüringen)
05. Mai 2007  NPD Aufmarsch in Schönhausen/Elbe (Sachsen-Anhalt)
18. Mai 2007

NPD Infostand in Brandenburg/Havel

14. Juni 2007 Verteilung von Propagandamaterial der NPD in Rathenow
16. Juni 2007

NPD Aufmarsch in Rathenow

28. Juli 2007 NPD Aufmarsch in Cottbus
08. September 2007 NPD „Mahnwache“ in Brandenburg/Havel
15. September 2007 NPD Aufmarsch in Brandenburg/Havel
03. November 2007 

NPD „Mahnwache“ in Werder/Havel

18. November 2007 NPD Kundgebung in Rathenow
19. Januar 2008 Naziaufmarsch in Magdeburg (Sachsen-Anhalt)
16. Februar 2008 Naziaufmarsch in Dresden (Sachsen)
08. März 2008  NPD „Mahnwache“ in Rathenow
18. April 2008 NPD Aufmarsch in Rathenow
 
 

Zudem war er im Jahr 2007 presserechtlich für die NPD Publikation "Havelland Stimme" verantwortlich.

 
 
Weiterhin trat und tritt Horlebeck im (neo)nazistischen Milieu als Schlagzeuger der (Neo)naziband "Opas Enkels" und als "Schatzmeister" und Feldspieler des NPD nahen Fußballvereins "Sportfreunde 06 Rathenow e.V." in Erscheinung.
 
 
Marcel Horlebeck ist mehrfach wegen Propaganda - und Gewaltdelikte vorbestraft:

*Am 16. März 2000 wurde er vom Amtsgericht Rathenow der gefährlichen Körperverletzung sowie tatmehrheitlicher einfacher Körperverletzung in zwei Fällen für schuldig befunden und zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten, ausgesetzt zu zwei Jahren auf Bewährung, verurteilt.
Dem Urteil liegen folgende Tatvorwürfe zu Grunde:
1.) Am Samstag, den 11. September 1999, trat Marcell Horlebeck gemeinsam mit einem weiteren Täter während des berüchtigten Stadtfestes in Rathenow hinter einem, unmittelbar an das Festgelände angrenzenden Wohnblock in der Berliner Straße 6 – 7 gegen 23.55 Uhr auf einen 15 Jährigen ein.
2.) Am Freitag, den 24. September 1999, schlug Marcell Horlebeck gegen 21.00 Uhr einen 20 Jährigen Punk mit der Faust ins Gesicht.

*Am 05. Juli 2002 wurde gegen Marcell Horlebeck vom Landgericht Potsdam zwei Wochen Dauerarrest wegen Volksverhetzung  verhängt.
Dem Urteil liegt folgender Tatvorwurf zu Grunde:
1.)  Am Freitag,  den  06. April 2001, versammelten sich Marcell Horlebeck der ebenfalls verurteilte Benjamin Kuhirt und drei weitere (Neo)nazis gegen 21.00 Uhr auf dem Schleusenplatz in Rathenow, konsumierten dort Alkohol und skandierten u.a. „Die Türken, die Kanaken sollen verrecken!“ und „Die Juden pissen wir auf die Gräber“.
Während der Straftat trug Horlebeck zudem ein T-Shirt auf dem ein so genanntes „Eisernes Kreuz“ mit Schwertern und Hakenkreuz abgebildet war.

*Am 05. August 2002 wurde Marcell Horlebeck vom Landgericht Potsdam wegen Sachbeschädigung  in Tateinheit mit Hausfriedensbruch und Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen unter Einbeziehung der Entscheidung vom 05. Juli 2002 zu einer Freiheitsstrafe von 10 Monaten, ausgesetzt zu zwei Jahren auf Bewährung, sowie zwei Wochen Dauerarrest verurteilt.
Dem Urteil liegen folgende Tatvorwürfe zu Grunde:
1.) Am Freitag, den 02. März 2001, ging Horlebeck mit drei weiteren (Neo)nazis den Birkenweg entlang. Dabei unterhielt man sich in negativer Art und Weise über die Bewohner des dortigen Flüchtlingsheimes. Das Gespräch steigerte sich derart, dass die (Neo)nazis begannen – zunächst erfolglos – Flaschen gegen das Heim zu schleudern. So dann überwand Marcell Horlebeck den Schutzzaun des Heimes und warf gezielt eine Flasche gegen ein  beleuchtetes Zimmerfenster im ersten Stock. Dabei ging die Fensterscheibe zu Bruch.
2.) Am letzten Augustwochenende des Jahres 2001 fand in Premnitz das berüchtigte „Dachsbergfest“ in Premnitz statt, wo es Marcell Horlebeck per polizeiliche Verfügung untersagt war zu erscheinen.
Marcell Horlebeck und ein weiterer (Neo)nazis verblieben deshalb in Rathenow und konsumierten eine nicht unerhebliche Menge Alkohol. Als gegen 03.40 Uhr eine Polizeistreife die Beiden in der Berliner Straße passierte, zeigten Horlebeck und sein Begleiter den so genannten „deutschen Gruß“ („Hitlergruß“).

*Am 20. Dezember 2002 wurde Marcell Horlebeck vom Amtsgericht Rathenow wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und der gefährlichen Körperverletzung in Tateinheit für schuldig befunden und unter Einbeziehung der Urteile und Beschlüsse vom 16. März 2000, vom 05. Juli 2002 und vom 05. August 2002 zu einer Einheitsjugendstrafe von zwei Jahren verurteilt.
Die Entscheidung ob die Strafe zur Bewährung ausgesetzt wird, wurde für einen Zeitraum von sechs Monaten ausgesetzt.
Am 06. Januar 2004 (rechtskräftig seit dem 03. Februar 2004) beschloss das Amtsgericht die Freiheitsstrafe zu zwei Jahren auf Bewährung  auszusetzen.
Dem Urteil liegt folgender Tatvorwurf zu Grunde:
1.) Am 8. August 2001 verfolgte Marcell Horlebeck mit weiteren (Neo)nazis in seinem Pkw zwei Besucher eines Alternativen Jugendzentrums in Rathenow, nach voran gegangenen Streitigkeiten.
In der Berliner Straße, Höhe Kreissparkasse, stellten Horlebecks Begleiter einen der beiden genannten Besucher und schlugen diesen brutal zusammen, während Horlebeck den flüchtenden Zweiten  - erfolglos – verfolgte.

Trotz einer Aussetzung der Freiheitsstrafe zur Bewährung im Jahr 2004 war Horlebeck während der am 20. Dezember 2002 verhängten „Vorbewährung“  dennoch an weiteren Delikten aktiv beteiligt:

*Am 10. Mai 2003 provozierte Horlebeck wenige Stunden nach der Beendigung einer antifaschistischen Demonstration in der Kleinen Hagenstraße in Rathenow eine Auseinandersetzung  mit „linken“ Jugendlichen, die für ihn jedoch unrühmlich endete.
Drohungen aussprechend verschwand er vom Ort des Geschehens und bewegte sich zum damaligen Treffpunkt der Kameradschaft „Sturm 27“ in einer Garage in der Kleinen Waldemarstraße. Hier verbreitete Horlebeck bei den anwesenden (Neo)nazis die hanebüchene Story, dass seine Freundin und ihr Kind von „Zecken“  angegriffen worden seien. „Man hatte“, so ehemalige Angehörige des Rathenower (Neo)nazimilieus später über die damalige Reaktion der Gruppe, „nun endlich einen Grund gefunden, sich nach der Antifademo doch noch mit den Zecken zu dreschen.“ 
Daraufhin zogen ungefähr 25 (Neo)nazis zum Alternativen Jugendzentrum in der  Goethestraße und griffen dort wahllos Personen an, die sich davor und vor einem benachbarten Dönerstand aufhielten.
Schließlich entwickelte sich die Auseinandersetzung zu einer handfesten Schlägerei mit Straßenschlacht, an der auch Marcell Horlebeck aktiv beteiligt war.
Den (Neo)nazis wurde jedoch eine Abfuhr erteilt, so dass sie sich letztendlich wieder zurückziehen mussten

Am 11. Mai 2006 musste sich Marcell Horlebeck wegen gefährliche Körperverletzung am 10. Mai 2003 vor Gericht verantworten. Ihm konnte jedoch diesbezüglich keine Schuld nachgewiesen werden, da die Zeugen, Polizeibeamte der SoKo  MEGA / TOMEG,  „mauerten“. Eine Beamtin, die Horlebeck am Tattag mehrfach namentlich ermahnte das Begehen von Straftaten zu unterlassen, konnte sich plötzlich an seine Mittäterschaft nicht mehr erinnern und ein weiterer Beamter, der direkt am Ort des Geschehens wohnt, wollte aufgrund seines „angetrunkenen Zustands“ niemanden erkannt haben.

Horlebeck wurde so „nur“ wegen eines Verkehrsdeliktes zu einer Freiheitsstrafe von sieben Monaten ohne Bewährung verurteilt.
Ob Horlebeck die Haftstrafe jemals, zumindest auch nur Teilweise, angetreten hatte ist unklar. Stattdessen fiel er am 26. Juni 2008 in Rathenow wiederum durch eine Straftat auf, die ihm letztendlich wohl auch sein Amt als Vorsitzender des NPD Stadtverbandes Rathenow gekostet hat:

*Gegen 00.15 Uhr griff Marcell Horlebeck nach dem Fußballspiel Deutschland - Türkei einen dunkelhäutigen bzw. "afrodeutschen" Fan der DFB-Elf an und schlug ihn derart mit der Faust ins Gesicht, dass das Opfer ärztlich behandelt werden musste. Gegen Horlebeck wurde Anzeige erstattet.

 
 


Im Jahr 2001 sowie wieder ab 2007 nimmt Marcell Horlebeck auch als "Fan" des für sein (neo)nazistischen Hooliganklientel berüchtigten BFC Dynamo an Fußballbegegnungen Teil, bei dem mit gewalttätigen Auseinandersetzungen mit gegnerischen "Fans" zu rechnen ist.

 

 

  Bild 22: Marcell Horlebeck während der NPD Kundgebung am 18. April 2008 in Rathenow.  
       
  Bild 21: Marcell Horlebeck während der NPD Mahnwache am 8. März 2008 in Rathenow.  
       
  Bild 20: Marcell Horlebeck während des Naziaufmarsches am 19. Januar 2008 in Magdeburg.  
       
  Bild 19: Marcell Horlebeck während der so genannten Mahnwache der NPD am 3. November 2007 in Werder/Havel.  
       
  Bild 18: Marcell Horlebeck während der so genannten "Mahnwache" der NPD gegen den Landesparteitag der PDS am 8. September 2007 in Brandenburg/Havel.  
       
  Bild 17: Marcell Horlebeck während des Naziaufmarsches am 28. Juli 2007 in Cottbus.  
       
 

Bild 16: Marcell Horlebeck während des Naziaufmarsches am 16. Juni 2007 in Rathenow. (Fotoquelle: Antifaschistisches Infoblatt)

 
       
  Bild 15: Marcell Horlebeck während des Fußballspiel SV Babelsberg - BFC Dynamo am 27. Mai 2007 in Potsdam - Babelsberg. Die Aufnahme zeigt den BFC Block.  
       
  Bild 14: Marcell Horlebeck während NPD Infostand am 18. Mai 2007 in Brandenburg/Havel. (Fotoquelle: LAK Antifa)

 

 
       
  Bild 13: Marcell Horlebeck während des Naziaufmarsches am 1. Mai 2007 in Erfurt. (Fotoquelle: Antifaschistisches Infoblatt)  
       
 

Bild 12: Marcell Horlebeck während des so genannten "Tollensemarsches" am 24. Februar 2007 bei Neubrandenburg (Mecklenburg - Vorpommern). (Fotoquelle: Recherche-Nord).

 

 
       
  Bild 11: Marcell Horlebeck während eines Fußballturniers am 6. Januar 2007 in Spremberg (Landkreis Oberspreewald Lausitz), an dem die "Sportfreunde Rathenow 06" teilnahmen. (Fotoquelle: RBB Magazin "KLARTEXT", 3. April 2007)  
       
  Bild 10: Marcell Horlebeck während des Naziaufmarsches am 9. Dezember 2006 in Berlin - Rudow. (Fotoquelle: Antifaschistisches Infoblatt)

 

 
       
 

Bild 9: Marcell Horlebeck während des Naziaufmarsches am 21. Oktober 2006 in Berlin. (Fotoquelle: Antifaschistisches Infoblatt)

 

 
       
  Bild 8: Marcell Horlebeck während des Naziaufmarsches am 11. Februar 2006 in Dresden. (Fotoquelle: Antifaschistisches Infoblatt)

 

 
       
  Bild 7: Marcell Horlebeck während des Naziaufmarsches am 20. August 2005 in Berlin. (Fotoquelle: Antifaschistisches Infoblatt)  
       
  Bild 6: Marcell Horlebeck während des Naziaufmarsches am 8. Mai 2005 in Berlin. (Fotoquelle: Antifaschistisches Infoblatt)  
       
  Bild 5: Marcell Horlebeck während des Naziaufmarsches am 1. Mai 2005 in Leipzig. (Fotoquelle: Antifaschistisches Infoblatt)  
       
  Bild 4: Marcell Horlebeck während des Naziaufmarsches am 13. Februar 2005 in Dresden. (Fotoquelle: Antifaschistisches Infoblatt)

 

 
       
  Bild 3: Marcell Horlebeck während des Naziaufmarsches am 15. Januar 2005 in Magdeburg. (Fotoquelle: Antifaschistisches Infoblatt)  
       
  Bild 2: Marcell Horlebeck während des Naziaufmarsches am 30. Oktober 2004 in Potsdam. (Fotoquelle: Antifa Potsdam)  
       
  Bild 1: Marcell Horlebeck und andere (Neo)nazis provozieren am Rande einer antifaschistischen Demonstration am 15. Juni 2002 in Rathenow.  

zurück