NPD Stadtverband Rathenow

  Gründung: 3. Juli 2005 in Rathenow    
  Vorsitzender: Marcell Horlebeck (3. Juli 2005 bis 7. Juli 2008)    
  Mitglieder: 2005: ca. 10 Personen fielen neben dem oben genannten Vorsitzenden bisher beim Verbreiten von NPD Propaganda und Aktionen des Stadtverbandes auf; u.a. Stephan Herbst, Sven Arndt, Patrick Düskow, Andy Kahl, Ingo GerholdtMarian Schneider, Benjamin Köchel, Unbekannt    
    2007: zu den oben genannten Personen kommen noch folgende hinzu: Michel Müller, André Kettenbach, Tino Slopianka, Danny Grütte, Norman Steinecke, David Liß, Benjamin Kuhirt, Steffen Nieter, Heiko Riedel, Jens Riedel     
  (relevante) Publikation: Havelland Stimme (Publikation des Stadtverbandes Rathenow, seit 2007)
Zündstoff (Brandenburgweite Zeitung der NPD)
   
  Internet: http://brandenburg.npd.de  (Internetseite des Landesverbandes der NPD)    
  Tagungsort: *Proberaum der Nazimusikgruppe "Opas Enkels",
Große Hagenstraße 23 in 14712 Rathenow (bis Ende 2005)
*Proberaum der Nazimusikgruppe "Opas Enkels",
Schlachthausstraße in 14712 Rathenow (seit 2006, jeweils am Wochenende)
   
  Postfachadresse: in Rathenow    
         
  Aktionen: *zahlreiche Propagandaaktionen in Rathenow im Bundestagswahlkampf 2005; es wurden Flugschriften verteilt, Wahlplakate aufgehangen und einmal ein Infostand im Stadtzentrum aufgebaut    
    *Kranzniederlegung am 18. April 2006 (Jahrestag der Bombardierung Rathenows 1944)    
    *Teilnahme am so genannten "Tollensemarsch" am 24. Februar 2007 bei Neubrandenburg. Der 40 km Marsch um den Tollensesee wurde 2007 zum vierten mal von NPD und der so genannten "Mecklenburgischen Aktionsfront" (MAF) veranstaltet. Teilnehmer, welche die Strecke erfolgreich absolvierten, erhielten ein Leistungsabzeichen.    
    *Anmeldung einer Kundgebung an der Gedenkstätte für Opfer der beiden Weltkriege auf dem Weinbergfriedhof am 18. April 2007 um 17.30 Uhr  in Rathenow. Nach dem Verbot der Veranstaltung erfolgte trotzdem eine Kranzniederlegung des NPD Stadtverbandes und des "Bundes Volkstreuer Mädel" Stunden vor der ursprünglich angemeldeten Zeit, zwischen dem 17. und 18. April 2007.    
    *Verteilung von mehreren hundert Exemplaren der so genannten "Havelland Stimme" (Ausgabe 1/07) in Rathenow und Premnitz am Sonntag, den 13. Mai 2007.    
    *Anmeldung und Durchführung einer Demonstration am 16. Juni 2007 in Rathenow    
    *Kranzniederlegung am 17. November 2007 vor dem Kriegerdenkmal in der Pfarrer - Fröhlich -Straße im Rathenower Stadtteil "Neue Schleuse" anlässlich des "Heldengedenktages".    
         
  Wertung: Der im Jahr 2005 aus dem NPD Stützpunkt hervorgegangene NPD Stadtverband Rathenow ist zur Zeit die aktivste "politische" Kraft in der regionalen rechtsextremen Szene.

Trotzdem ist tatsächliche politische Arbeit, wie sie von den mit Verantwortung betrauten Parteien CDU, SPD, Linke.PDS, GRÜNE oder FDP praktiziert wird, in vergleichbarer Weise von der NPD vorerst nicht zu erwarten sein.

Die durch Verbotsverfahren und Austritte geschwächte Partei versucht aber derzeit durch den Aufbau neuer Gliederungen zunächst einmal eine geordnete Organisationsstruktur aufzubauen, wie eben durch jenen Stadtverband Rathenow.

Laut dem "Dreisäulenkonzept" der Bundespartei soll demfolgend mittels des "Kampfes um die Köpfe", des "Kampfes um die Straße" und des "Kampfes um die Parlamente" schließlich die bestehende Rechtsordnung durch die Abwicklung der "BRD" beseitigt werden.

Im Raum Rathenow konnte bereits zaghafte Ansätze dieser NPD - Politik wahrgenommen werden. Im "Kampf um die Parlamente" unterstützte so der Regionalverband durch massive Propagandaaktionen den Wahlkampf der Bundespartei.

Hauptsächlich ist die Regionalsektion der NPD und deren erlebnisorientierte Aktivisten vor allem aber im "Kampf um die Straße" aktiv.

Insbesondere die Aufmärsche im ostdeutschen Raum werden von den regionalen Parteimitgliedern  und deren Sympathisanten genutzt um vermutlich einerseits die "nationale Bewegung" zu stärken und andererseits sich selbst in eben jener Szene zu profilieren.

Bemerkenswert ist diesbezüglich auch die enge Beziehung zwischen dem NPD Stadtverband Rathenow und der im Jahr 2005 verbotenen Kameradschaften "Hauptvolk" und "Sturm 27".

   
         
  weitere Informationen: Rechtsextremismus im Westhavelland - Jahresrückblick 2005    

 

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